Eine Einführung in die »multidimensionale« Traumarbeit

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Heute möchte ich euch eine ausgefallene Herangehensweise an unsere Träume vorstellen, die mich in diesem Sommer so sehr beeindruckt und beschäftigt hat, dass ich meine Traumarbeit mehrere Wochen lang ausschließlich darauf basierte. Daraus ist folglich mein Artikel in der aktuellen LDE-Magazine-Ausgabe sowie eine Serie aus drei zusammenhängenden Artikeln entstanden, die euch in den nächsten Wochen begleiten werden. Es handelt sich dabei um eine »multidimensionale« Behandlung der Träume, weil diese sowohl unter

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Träume ohne Hilfsmittel deuten

Wenn ihr an der Traumdeutung interessiert seid, ist die Versuchung entsprechend groß, zu einem Traumsymbol-Wörterbuch zu greifen. Im Internet lassen sich eine Menge kostenloser Varianten aufstöbern, darunter meine Lieblings-Anlaufstelle: traumdeuter.ch.

Doch wie sinnvoll ist die Benutzung von »Fremd«-Nachschlagewerken eigentlich?
Sind sie eine Hilfe oder ein Hindernis?
Ich habe es mir inzwischen angewöhnt, nur noch selten die Bedeutung eines Traums nachzuschlagen oder nach dieser zu googlen.
Robert Moss, ein erfahrener schamanischer Traum-Lehrer, schlägt eine alternative Vorgehensweise vor, derer ich mich fast nur noch ausschließlich bediene und euch empfehlen möchte.

Er weist vor allem darauf hin, direkt nach dem Aufwachen den eigenen Gefühlen und körperlichen Empfindungen, die sich auf den Trauminhalt beziehen, zu vertrauen. Sie geben uns Auskunft über die Wichtigkeit und die positive bzw. negative Ausrichtung des Traums. Auch ist es hilfreich, Assoziationen zu den markantesten Traumsymbolen herzustellen – was verbindet ihr z.B. mit einer Tapete? Umzug? Renovierung? Tapetenwechsel im langweiligen Alltag? Eine aktuelle Begebenheit aus dem Wachzustand?

Notiert alles, was euch einfällt. Auch wenn einige Assoziationen zuerst wenig Sinn zu ergeben scheinen. Sie könnten nämlich einem vergessenen Detail aus dem Wachzustand entstammen bzw. auf ein zukünftiges Ereignis hinweisen, welcher sich noch offenbaren wird. Die »richtige«, intuitive Auslegung belohnt euch mit physischen Anzeichen wie innerer Freude, Kribbeln oder dem Wechseln der Körpertemperatur. Ihr spürt es (Moss 1996: Kap.2).

Robert Moss führt einen außergewöhnlichen Blog zu seinen Träumen, zur Traumdeutung im Allgemeinen bzw. zu ethnischen Traum-Besonderheiten und gehört zu meinen Lieblings-Autoren.

So wie das »Rad des Schicksals« (s. Bild) des Tarots doppeldeutig und von der Lebensposition des Kartenlegers abhängt, ist auch die Traumdeutung für den Einzelnen nicht wirklich universell. Betrachtet die Deutungsversuche zwischen verschiedenen Kulturen oder Sprachen und euch fallen Gegensätze bei bestimmten Symbolen auf. Ich habe schon oft rätseln müssen, welche Definition nun stimmen könnte!
Für besonders »gefährlich« halte ich »Verschlimmerung« des Trauminhalts durch »Fremdeinwirkung«. Unsere Gedanken nehmen Einfluss auf unsere Realität und deren Entwicklung. Mit Einreden oder gar »Erwarten« eines negativen Ereignisses, beschwören wir Dinge herauf, die sonst keinen fruchtbaren Boden zum Wachstum finden würden.

Habt Vertrauen zu euch selbst – ihr habt die beste Deutungsquelle bereits in euch!

Eine noch geschicktere Traum-Analyse wäre durch das Erlangen der Luzidität im Klartraum erreichbar.
Sprecht das Unterbewusstsein direkt an, indem ihr beispielsweise die Traumfiguren nach der Bedeutung ihres Vorkommens oder der auffälligen Gegenstände im Traum befragt:

Wofür stehst du? Wofür steht Symbol x?

Klare und einsichtsreiche Träume!

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Quellen: 
Moss, Robert (1996): Conscious Dreaming: A Unique Nine-Step Approach to Understanding Dreams, [Kindle Edition], London: Random House, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].