‚Consciousness Triggers‘ nutzen

Meine lieben Träumer!

Ende vorletzten Jahres bin ich von der elektronischen Organisation auf das klassische, »papierbasierte« System umgestiegen, um die »Starrzeit« auf mein Smartphone zu reduzieren. Beim Ändern meiner Schreib- und Dokumentationsgewohnheiten bin ich unerwartet auf eine noch unverwirklichte, d.h. noch nicht für die Traumlektüre umgesetzte Idee vom Vorjahr gestoßen.

Zu jener Zeit ging es eigentlich um einen Versuch für das bewusste Herbeiführen einer außerkörperlichen Erfahrung im Traum, dennoch lässt sich dieser kleine, recht geniale Kniff analog aufs Klarträumen übertragen.

Laut der Quelle, die ich euch unten angegeben habe, habe ich mich von Akhena inspirieren lassen und die folgende Schrittfolge

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Achtsame Selbstwahrnehmung

Meine lieben Träumer!

Es ist längst kein Geheimnis, dass eine gewissenhafte Achtsamkeitspraxis die Wahrscheinlichkeit für einen Klartraum erhöhen kann.

Eine interessante und viel versprechende Klartraum-Technik ist z.B. die ADA (all day awareness), die daraufhin schult, dass man als Praktizierender zu begreifen lernt, wie sich das Erleben der physischen Realität anfühlt. Denn wenn man sich in einem Klartraum einfindet, bildet dieses Daseins-Empfinden einen Gegensatz.

Habt ihr jemals darauf geachtet, wie die Fortbewegung in einem Klartraum funktioniert, wie sich euer Körper anfühlt?

Ich selbst kann bestätigen, dass ich mich bereits von schwer wie Blei bis leicht wie eine Feder empfand. Ich staunte darüber, herumzurennen und keine Geräusche zu hinterlassen, Türen leise aufzureißen und  still zuzuknallen sowie hochzuspringen, um mich vom Wind sanft davon wehen zu lassen. Nicht selten verhalfen mir ungewöhnliche Körperempfindungen zum Erlangen der Luzidität im Traum.

Bei der Technik in diesem Beitrag handelt es sich um ein Gedankenexperiment, das ich im Rahmen des Kennenlernens des »Wu Wei«, auch als die »Lebenskunst des Tao« bezeichnet, angewandt habe.

In diesem Kontext schlage ich euch vor, eure Gedanken und Sprache ebenfalls unter den von mir aufgestellten Gesichtspunkten

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KTP 13

KTP

Meine lieben Träumer!

Heute die 13. Frage innerhalb des »Klartraum-Plausch«-Projekts! Sie lautet wie folgt:

Führst du immer noch ein (digitales) Traumtagebuch? Sind irgendwelche Veränderungen in deiner Praxis eingetreten?

Mein Beitrag dazu:

Ja (∞)!!!

Also… im Ernst, wenn man sich fürs Klarträumen interessiert oder daran arbeitet, zeugt es nur von unseriöser Herangehensweise, sich von solch einer wichtigen Aktivität zu entfernen ;)!

Ich kann durchaus verstehen, dass manche Träume derart ausführlich beschrieben werden könnten (!), dass sie ganze Seiten einnehmen würden…

Und wer hat die Zeit und Lust dazu, auch noch mitten in der Nacht, wenn man sich an einen vergangenen Traum erinnern kann?

Da hilft euch aber eine ganz simple Einstellung:

In der Kürze liegt die Würze!

Wenn ihr studiert habt (das kommt aber gelegentlich auch in der Schule vor!), wisst ihr genau, was ich meine… Wenn es keine Skripte gab und der Prof redete wie ein Wasserfall. Das war schier unmöglich, alles aufzuschreiben, was er erzählte, nicht wahr? Was hat da geholfen (und würde auch hier)?

FILTERN.

Das heißt im Klartext: Ihr müsst (Übung und Kenntnis über eure Traumwelt vorausgesetzt!) schon beim Aufwachen feststellen können, ob der Trauminhalt wichtig ist oder eben nicht. Bei (scheinbar?) irrelevanten Traumbegebenheiten notiert ihr nur stichpunktartig, was die zentralen Themen oder Symbole des Traums darstellte.

Bei entsprechender Begabung könnt ihr auch Zeichnungen anfertigen, aber dafür hätte ich z.B. um 2:30 morgens nicht den Nerv ;)!

Bei gewichtigen Ereignissen notiert ihr am besten kurze Sätze, die ihr bereits als eure Traumzeichenkategorie (s. Beitrag) kennzeichnet und danach alles auflistet, was dazu gehört.

Ich bevorzuge die digitale Variante, weil ich mit tags und der bequemen Exportmöglichkeit meine Traumarbeit im Wachzustand erheblich verkürzen kann (und weil ich niemanden mit meiner Klartraumpraxis wecken möchte).

Und wie sieht es bei euch in euren Traumtagebüchern aus?

Es gelten die üblichen Regeln: Kommentiert einfach direkt im Post :)!

Im Sitemap (unter K) könnt ihr alle bisher gestellten Fragen bequem in einer Übersicht aufgelistet einsehen!

Danke an alle, die mitmachen! Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Übrigens: Diese Tipps und noch viel mehr gibt es in meinem kürzlich erschienenen Buch „Motiviert zum Klartraum“ zu entdecken. Bei Interesse gelangt ihr hier auf die offizielle Seite mit weiteren Infos.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit! Ich wünsche euch eine luzide Woche!
Alex
© von Alexandra Enns alias Traumlektuere

Quellen: 
Enns, Alexandra (2018):
Motiviert zum Klartraum: Ein Arbeitsbuch für Traumbewusste, verfügbar über Amazon.de.

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Klartraum-Experimente durchführen

Laboratory microscope symbol with science items

© Seamartini Graphics / Fotolia.com

Gehört ihr zu den »spontan agierenden« Klarträumern oder plant ihr eure Ziele, denen ihr nachgehen wollt, akribisch voraus?

Ich gehöre eher zu der letzteren Sparte, wobei auch ich gelegentlich »impulsiv« reagiere.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass das Maximale aus dem Klartraum herauszuholen ist, wenn man

(natur-)wissenschaftlich denkt und vorgeht.

Ich habe ja einige Semester Chemie studiert und weiß dementsprechend noch, dass erst

durch mehrere Versuchsreihen inkl. erfolgloser Neustarts nachhaltige Ergebnisse entstehen können. Indem man ein ausgewähltes Ausgangsprodukt aus allen möglichen Winkeln beleuchtet und dabei eigene Wege geht.

Wieso nicht analog im Klartraum vorgehen?

Nimmt euch Mal meine Lieblingstaktik als Test vor und entscheidet (mehr …)

Ein Reserve-Plan für die Traumwelt

Die erfahrenen Klarträumer mögen hier mit den Schultern zucken, weil dieser Zustand schon Ewigkeiten zurückzuliegen scheint …

Fakt ist jedoch, dass die Anfänger unter uns Klarträumern in eine dermaßen intensive Aufregung in der Traumwelt geraten, sobald sie Luzidität erlangen, dass die Erinnerung an die vorgenommenen Klartraum-Ziele aus dem Wachzustand wie ausradiert scheint.

Was passiert daraufhin? Man wacht auf …

  •  … weil man seine Gefühle (noch nicht) im Zaum halten kann und zudem auch noch ratlos wegen fehlendem Bezug zur physischen Realität ist.
  • … weil spontan zu viele Ziele einfallen, man sich für keines entscheiden kann und sich schließlich emotional überfordert.

Dem kann schon ein vorher formulierter und stets wirksamer »Reserve-Plan« Abhilfe leisten.

Darunter verstehe ich gewisse »feste« Ziele, die ein Klarträumer jederzeit verfolgen kann, unabhängig vom Erfahrungsgrad.

Dieser »Notfall-Plan« ist besonders hilfreich, wenn …

  • … man trotz Vergesslichkeit den Klartraum sinnvoll gestalten möchte.
  • … alle Ziele erfolgreich abgehakt wurden und der Klartraum noch andauert.
  • … kein Vorhaben zu funktionieren scheint und man sich stattdessen mit anderen »Hintergrund-Interessen« befassen möchte.

Ich stelle euch im Folgenden meine Lieblingsbeschäftigungen vor, auf die ich immer zurückgreifen kann:

  1. Mit dem Traumgeschehen mitschwingen:
    = als stiller Beobachter (fast) ohne Einflussnahme – das kann sich selbst für erfahrene Klarträumer schwierig gestalten, wenn sie nicht loslassen können, weil der »Kontrollzwang« über den Traum überwiegt. Auch kann der Luziditätsgrad hohen Schwankungen unterworfen sein, was sich durch Übung und Konzentration verbessert.
  2. Sich an das Höhere Traumbewusstsein wenden:
    Für mich das spannendste, aber auch das herausforderndste Thema. Ich habe erst begreifen müssen, wie wichtig es ist, seine Äußerungen genau zu formulieren und ggf. zu paraphrasieren, um eine Reaktion seitens des Traums zu bekommen. Außerdem ist das Fehlen jeglicher Erwartungshaltung unabdingbar, weswegen ich mich erst dann mit dem Höheren Traumbewusstsein zu beschäftigen begann, als ich die Regeln der Traum-Kontrolle effektiv beherrschte.
  3. Kontakt zu den Traumfiguren pflegen:
    D.h. Reden, befragen, Freundschaften schließen. Wo es notwendig wird: transformieren / integrieren.
  4. Umgebung erkunden:
    Mit der Neugier eines Kindes – alles anfassen, überall reinschauen, in Frage stellen, vergleichen.
  5. Portale entdecken / erschaffen:
    Ich liebe den Überraschungseffekt des »Irgendwo-Ankommens«. Ihr könnt aber auch Zielorte festlegen. Nutzt dazu:
    – Türen, Fenster etc.,
    – Wände,
    – »Luftlöcher«,
    – Fernseher,
    – Spiegel,
    – Böden (drin versinken),
    – Bäume (hinein- und herausklettern bzw. sie öffnen sich von allein)
  6. Fliegen:
    Geht immer – ob vorher, nachher oder zwischendurch.

Legt euch von vornherein eine besondere Aktivitäten-Liste zurecht, die euch stets im Hinterkopf begleitet und sich immer für eine unvorhergesehene Realisierung lohnt.

Davon profitiert ihr auf lange Sicht erheblich: Ihr wacht als Anfänger weniger frühzeitig auf und gewinnt noch mehr an Geschick als Fortgeschrittene.

Ein Reserve-Plan fördert ein routiniertes Verhalten in der Traumwelt, das vor allem in den plötzlichen Zwischenfällen von enormer Wichtigkeit werden kann.

Und zwar wenn es darum geht, unter allen Umständen Fassung zu bewahren.

Klarträumen heißt nicht immer Zuckerschlecken :)!

Ich wünsche euch erfolgreiche Ziel-Verwirklichungen,

Eure Alex

Kopf, Antworten, Wissen II

© Rudie / Fotolia.com