Klartraum-Experimente durchführen

Laboratory microscope symbol with science items

© Seamartini Graphics / Fotolia.com

Gehört ihr zu den »spontan agierenden« Klarträumern oder plant ihr eure Ziele, denen ihr nachgehen wollt, akribisch voraus?

Ich gehöre eher zu der letzteren Sparte, wobei auch ich gelegentlich »impulsiv« reagiere.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass das Maximale aus dem Klartraum herauszuholen ist, wenn man

(natur-)wissenschaftlich denkt und vorgeht.

Ich habe ja einige Semester Chemie studiert und weiß dementsprechend noch, dass erst

durch mehrere Versuchsreihen inkl. erfolgloser Neustarts nachhaltige Ergebnisse entstehen können. Indem man ein ausgewähltes Ausgangsprodukt aus allen möglichen Winkeln beleuchtet und dabei eigene Wege geht.

Wieso nicht analog im Klartraum vorgehen?

Nimmt euch Mal meine Lieblingstaktik als Test vor und entscheidet (mehr …)

Klartraumfarben

Habt ihr auch irgendeine Schwäche in Bezug auf eines der zahlreichen, charakteristischen Klartraum-Phänomene?
Ich z. B. schwärme für die Farbenvielfalt eines luziden Traums und deren Intensität, die mich immer wieder aufs Neue fasziniert, innehalten und eine lange Zeit meine Umgebung beobachten lässt.

Im Besonderen bekomme ich weiche Knie beim Warte, da kommt noch mehr

Ein Reserve-Plan für die Traumwelt

Die erfahrenen Klarträumer mögen hier mit den Schultern zucken, weil dieser Zustand schon Ewigkeiten zurückzuliegen scheint …

Fakt ist jedoch, dass die Anfänger unter uns Klarträumern in eine dermaßen intensive Aufregung in der Traumwelt geraten, sobald sie Luzidität erlangen, dass die Erinnerung an die vorgenommenen Klartraum-Ziele aus dem Wachzustand wie ausradiert scheint.

Was passiert daraufhin? Man wacht auf …

  •  … weil man seine Gefühle (noch nicht) im Zaum halten kann und zudem auch noch ratlos wegen fehlendem Bezug zur physischen Realität ist.
  • … weil spontan zu viele Ziele einfallen, man sich für keines entscheiden kann und sich schließlich emotional überfordert.

Dem kann schon ein vorher formulierter und stets wirksamer »Reserve-Plan« Abhilfe leisten.

Darunter verstehe ich gewisse »feste« Ziele, die ein Klarträumer jederzeit verfolgen kann, unabhängig vom Erfahrungsgrad.

Dieser »Notfall-Plan« ist besonders hilfreich, wenn …

  • … man trotz Vergesslichkeit den Klartraum sinnvoll gestalten möchte.
  • … alle Ziele erfolgreich abgehakt wurden und der Klartraum noch andauert.
  • … kein Vorhaben zu funktionieren scheint und man sich stattdessen mit anderen »Hintergrund-Interessen« befassen möchte.

Ich stelle euch im Folgenden meine Lieblingsbeschäftigungen vor, auf die ich immer zurückgreifen kann:

  1. Mit dem Traumgeschehen mitschwingen:
    = als stiller Beobachter (fast) ohne Einflussnahme – das kann sich selbst für erfahrene Klarträumer schwierig gestalten, wenn sie nicht loslassen können, weil der »Kontrollzwang« über den Traum überwiegt. Auch kann der Luziditätsgrad hohen Schwankungen unterworfen sein, was sich durch Übung und Konzentration verbessert.
  2. Sich an das Höhere Traumbewusstsein wenden:
    Für mich das spannendste, aber auch das herausforderndste Thema. Ich habe erst begreifen müssen, wie wichtig es ist, seine Äußerungen genau zu formulieren und ggf. zu paraphrasieren, um eine Reaktion seitens des Traums zu bekommen. Außerdem ist das Fehlen jeglicher Erwartungshaltung unabdingbar, weswegen ich mich erst dann mit dem Höheren Traumbewusstsein zu beschäftigen begann, als ich die Regeln der Traum-Kontrolle effektiv beherrschte.
  3. Kontakt zu den Traumfiguren pflegen:
    D.h. Reden, befragen, Freundschaften schließen. Wo es notwendig wird: transformieren / integrieren.
  4. Umgebung erkunden:
    Mit der Neugier eines Kindes – alles anfassen, überall reinschauen, in Frage stellen, vergleichen.
  5. Portale entdecken / erschaffen:
    Ich liebe den Überraschungseffekt des »Irgendwo-Ankommens«. Ihr könnt aber auch Zielorte festlegen. Nutzt dazu:
    – Türen, Fenster etc.,
    – Wände,
    – »Luftlöcher«,
    – Fernseher,
    – Spiegel,
    – Böden (drin versinken),
    – Bäume (hinein- und herausklettern bzw. sie öffnen sich von allein)
  6. Fliegen:
    Geht immer – ob vorher, nachher oder zwischendurch.

Legt euch von vornherein eine besondere Aktivitäten-Liste zurecht, die euch stets im Hinterkopf begleitet und sich immer für eine unvorhergesehene Realisierung lohnt.

Davon profitiert ihr auf lange Sicht erheblich: Ihr wacht als Anfänger weniger frühzeitig auf und gewinnt noch mehr an Geschick als Fortgeschrittene.

Ein Reserve-Plan fördert ein routiniertes Verhalten in der Traumwelt, das vor allem in den plötzlichen Zwischenfällen von enormer Wichtigkeit werden kann.

Und zwar wenn es darum geht, unter allen Umständen Fassung zu bewahren.

Klarträumen heißt nicht immer Zuckerschlecken :)!

Ich wünsche euch erfolgreiche Ziel-Verwirklichungen,

Eure Alex

Kopf, Antworten, Wissen II

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Dream Re-entry

In meinen Anfängen als Klarträumerin kannte und wandte ich nur den »klassischen« Traum-Wiedereintritt an. Ich finde heute noch, dass diese Methode ausgezeichnet funktioniert, wenn ich nicht gerade einen Harndrang beim Aufwachen verspüre, was leider zu oft mitten in der Nacht passiert und mein dream re-entry dem länger andauernden WILD weichen muss. Ansonsten ermutige ich jeden, diese Technik zu testen, wenn …

  • ihr ein »Leichtschläfer« seid und regelmäßig spontan in der Nacht aufwacht,
  • ihr über eine mindestens gute Traumerinnerung verfügt,
  • ihr es aushält, ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen keine Flüssigkeiten zu euch zu nehmen, sodass euch ein Toilettengang erspart bleibt,
  • eure Fantasie und Visualisierungskünste gut ausgeprägt sind,
  • ihr eine einfache Klartraumtechnik ohne Zusätze oder Unterbrechungen im Schlaf wie z.B. beim WBTB  anwenden wollt,
  • ihr vergessen habt / euch nicht gelungen ist, den vergangenen Klartraum zu verlängern und in diesen wieder einsteigen möchtet.

Um einen erfolgreichen DEILD  durchzuführen …

  1. Bleibt beim Aufwachen absolut bewegungslos liegen.
  2. Visualisiert die letzte Traumszene mit allen Sinnen, konzentriert euch dabei am besten auf die kürzlich verlassene Umgebung.
  3. Erinnert euch beim Abdriften stets daran: »Ich träume, ich träume« …
  4. Macht einen Realitätstest.
    (Tuccillo, Dylan et al. 2013: Kap. 10: Dream Reentry).

Im Laufe der Zeit habe ich mich durch Auseinandersetzung mit den Werken von Robert Moss mit der schamanischen Variante des Traum-Wiedereintritts bekannt gemacht, welche ich euch im Folgenden vorstellen möchte. Ich bin inzwischen der Meinung, dass diese Technik eine sehr effektive Traumarbeit im Nachhinein ermöglicht, ohne dass man sich um Luzidität bemühen muss.

Nach den Empfehlungen des Autors ist diese Methode nützlich, wenn …

  • ihr erkennen möchtet, ob eure Traumbilder wörtlich oder symbolisch zu nehmen sind bzw. aus der Zukunft stammen,
  • ihr ein weiterführendes Gespräch mit im Traum aufgetauchten Verstorbenen / geistigen Führern sucht,
  • ihr mehr Infos zum verblassten / fragmentarischen Traumgeschehen sammeln wollt,
  • ihr den Mut aufgebracht habt gewisse Traumängste oder Alpträume zu überwinden.

Die Vorgehensweise:

  1. Wählt einen aussagekräftigen Traum / Vision / hypnagoges Bild, das euch berührt oder herausfordert.
  2. Legt vorher eure Fragen und Wünsche fest (und erinnert euch bei erfolgreicher dream re-entry daran):
    Was will ich in Erfahrung bringen?
    Was will ich unternehmen, sobald ich in den Traum zurückgekehrt bin?
  3. Entspannt euch beim Zuhören begleitender Trommelklänge. Visualisiert mit allen Sinnen die gewünschte Traumumgebung und schreitet ans Werk.

Ich habe gute Erfahrungen mit der von Robert Moss empfohlenen drumming CD / MP3 gemacht. Damit könnt ihr, wenn ihr für brainwave entrainment empfänglich seid, in eine Art Trance gleiten, die laut Autor dem hypnagogen Zustand bzw. einer REM-Phase entspricht (Moss 2010: Kap.3: Going back inside your dreams).

Allmählich habe ich die schamanische dream re-entry in meine Traumarbeit einbezogen.

Meine Tipps dazu:

  • Probiert den Traum-Wiedereintritt zu jeder Tageszeit oder vorzugsweise anstatt eines Nickerchens am Nachmittag aus. Dadurch könnt ihr schneller entspannen und somit gewünschte Erfolge eher erzielen. Voraussetzung: Nicht einschlafen! Mit Meditationserfahrung gelingt ein Traum-Wiedereintritt leichter;
  • rechnet eine ruhige halbe Stunde für die Praxis ein – ich bin meistens nach rund 20 Minuten fertig;
  • diese Fragen halte ich während der Interaktion mit dem Traum für besonders hilfreich:
    Wieso bist du (= Traumfigur) aufgetaucht?
    Was bedeutet x (Symbol, Zahl etc.)?
    Bei Vorahnungen (vorheriger Beschäftigung mit dem Traum im Wachzustand): Hat es was mit x zu tun?
    Warum hast du x getan? Was wolltest du mir damit sagen?

Nach dem Notieren meiner Ergebnisse halte ich aufkommende Assoziationen fest und lasse »walk a hypnagogic image«  zur Entfaltung kommen.
Falls ich genug Zeit habe, meditiere ich zusätzlich direkt darauf und bitte mein Unterbewusstsein um weitere »hypnagoge Einsichten«. Vorteilhaft, da ich mich nicht zusätzlich entspannen muss. Ich nehme an, was an Bildern etc. zu mir durchkommt.

Ich empfehle euch, eine dream re-entry bei wiederkehrenden Träumen, offenen Fragen, und nagenden Traum-Ereignissen zu versuchen. Schon ein winziges einzelnes Traum-Fragment mit Bezug auf die Ortschaft genügt.

Das Wichtigste, was ich euch dabei auf den Weg geben möchte:

Vertraut eurer Intuition!

Vielleicht kommt euch diese Methode eigenartig vor:
Wen befrage ich hier überhaupt, wie zuverlässig sind die erhaltenen Infos …?

Meine Schlussfolgerung lautet hier:

Auch wenn ihr hier bloß mit euch selbst spricht, die intuitive Stimme hat stets unser Wohl im Sinn und führt im Normalfall zu keiner Selbstzerfleischung.

Bisher konnte ich nur Positives aus dieser Praxis schöpfen und Harmonie im Inneren wieder herstellen. Ich erhielt Trost, begriff zunächst unverständliche Zusammenhänge.

Ich finde, dass eine dream re-entry eine therapeutische Wirkung mit Heilung im Innern als Resultat aufweisen kann.

Und geht es nicht letztendlich vor allem darum im Wachzustand?

Seelenfrieden und Ausgeglichenheit, um das Leben wacker meistern zu können?

Eine erfolgreiche Rückkehr in eure Träume!
Eure Alex

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music.

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music. Exhibition of artifacts in Pergamon Museum, Berlin.

 

Quellen: Bild: © radiokafka / Fotolia.com

Moss, Robert (2010): The Three »Only« Things: Tapping the Power of Dreams, Coincidence & Imagination, [Kindle Edition], New World Library, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].
Tuccillo, Dylan, Jared Zeizel und Thomas Peisel (2013): A Field Guide to Lucid Dreaming: Mastering the Art of Oneironautics, [Kindle Edition], New York: Workman Publishing Company, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].

Faszination Traumfiguren

stickman question solution red

Ich liebe es, mit Klartraumfiguren zu sprechen oder auf telepathischem Wege eine Unterhaltung mit Lebewesen im Klartraum aufzunehmen. In meinen ersten luziden Träumen tat ich oft nichts anderes, so beeindruckt war ich von deren facettenreichen Antworten:

Von dumm bis klug, von schroff bis boshaft, von passend wie daneben – die Reaktion einer Traumfigur ist oft unberechenbar.

Im Besonderen ist mir die erste Begegnung mit meinem Höheren Selbst in Erinnerung geblieben: Es hatte sich auf meinen Wunsch hin plötzlich in großer Entfernung als ein tibetischer Mönch auf einem Barhocker manifestiert, der sich zu mir drehte. Ich weiß gar nicht mehr, worüber wir sprachen – aber ich habe selten so viel Harmonie im Herzen beim Aufwachen gespürt. Es war nur noch der vage Gedanke vorhanden, dass mir mein Höheres Selbst auf irgendeine Weise Mut spendete, was sich anschließend in den Wachzustand übertrug und Seelenfrieden ermöglichte. Heute suche gezielt diesen Kontakt, wenn ich einen Rat oder Trost brauche. Auch kommt gelegentlich mein „Guardian“ unerwartet von allein ins Traumgeschehen, um beispielsweise meinem Lebensstand und Zukunftsplänen zu lauschen sowie seine Meinung dazu abzugeben.

Mit Traumfiguren ein Gespräch zu beginnen, kann durchaus (unangenehme, aber notwendige!) Arbeit an sich selbst nach sich ziehen. Und uns hoffentlich zu besseren Menschen in der physischen Realität machen.

Ich wundere mich stets über das Ausdrucksvermögen der einen oder anderen Traumfigur, die mir über den Weg läuft. Ein Beispiel: Ich nutzte ein kleines Fenster als Portal, das mich auf eine große Freizeitfläche in einem Park führte. Dutzende von Traumfiguren tummelten sich darauf. Ich ging auf eine damenhaft dreinblickende von ihnen zu und stellte die schlichteste aller Fragen:

»Was stellst du dar?«

Da Traumfiguren oft Aspekte unserer Selbst darstellen, wunderte ich mich nicht, dass diese Traumfigur in irgendeiner Weise mit mir in Verbindung stand. Wohl aber über ihre exquisite Wortwahl:

»Dein Musterpaarzugehörigkeitsverhalten.«

Ich liebe die deutsche Sprache, weil ein einziger deutscher Begriff einen ganzen Satz in einer anderen Sprache benötigen würde. Ich schrieb mir diesen wie auch die späteren »Wort-Schmankerl« aus meinen Konversationen mit Traumfiguren auf.

Auch will ich euch nicht vorenthalten, wie ich einst die Begegnung mit meinem Höheren Selbst »offen inkubierte«. Ich wollte ursprünglich meinem Höheren Selbst begegnen, das ich bereits in verschiedenen Gestalten kannte, z. B. in Form eines bereits erwähnten Mönches oder eines recht pfiffigen Kindes.
Dazu nutzte ich eine gelegen aufgetauchte Tür zum Verlassen der heimischen Umgebung und stand plötzlich in einem großen Wohnzimmer mit zig Traumfiguren, die zwar alle über ein gleiches Aussehen, aber mit Abweichungen verfügten: die eine war dünn, die andere dick, die eine schaute sauer, die andere liebenswert, die eine drehte Däumchen, die andere schaute sehr nachdenklich etc. Ich machte ein Interview daraus, das mir heute noch viele Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich ging alle Figuren durch und fragte jede einzelne von ihnen:

»Wofür stehst du?«

Ich werde euch hier nicht ganz genau aufzählen, was für abwechslungsreiche Charaktereigenschaften ich habe, aber eines stand damals für mich fest:
Ich habe ein sehr reiches Innenleben. Und nicht immer sind die Aspekte meiner Selbst lobenswert.

Probiert es Mal aus. Wie fühlt es sich an, wenn euch eine Traumfigur direkt ins Gesicht beichtet, dass sie z. B. eure »Bequemlichkeit« personifiziert? Die Unterhaltung verlief gnadenlos ehrlich. Und ich hatte nebenher auch einige positive Seiten an mir wiederentdeckt.1

Wie wünscht man bestimmte Traumfiguren im Klartraum zu sich herbei oder kreiert sie?
Meine Techniken, die jeder Klarträumer kennen sollte und die ich aus Rebecca Turners empfehlenswerten Kurs »Lucid Dreaming Fast Track« lernte:

1. Einfach und bewährt – abseits des Sehfeldes begegnen:

  •  Umdrehen. Dabei am besten laut aussprechen: Ich drehe mich um und sehe X / dort steht x usw.;
  • mit einer bestimmten Traumfigur hinter einer Tür / Ecke usw. rechnen.

2. Für Geübte:

  • Einfach an den Traum rufen und das Ergebnis erwarten: Zeig mir x!;

Aber passt auf und seid rücksichtsvoll, mit welchen Worten ihr euch jemand herbeiwünscht: Als ich mich ein Mal nach dem Aussprechen meines Wunsches siegessicher umdrehte, stürzte die Traumfigur direkt vom Himmel in meiner Nähe herab.

Deren schockierten Gesichtsausdruck kann ich heute noch auf Abruf mit dem geistigen Auge sehen… 😉

Manchmal mache ich mir einen Spaß daraus, bestehende Traumfiguren, besonders wenn sie in Bewegung sind, beim Vorbeigehen zu verwandeln. Seid kreativ – gestaltet die Traumfigur z.B. direkt beim Aussteigen aus einem Auto um…

Wie gut klappt es? Wie überrascht sind die Traumfiguren und deren Begleiter?

Gelegentlich entsprechen die erschaffenen Traumfiguren nicht den eigenen Vorstellungen. Dann könnt ihr sie folgendermaßen ausbessern:

  • shape up: Wenn ich mich umdrehe, siehst du wie die perfekte Kopie von x aus…

Ich hoffe, ich konnte euch den Umgang mit Traumfiguren etwas schmackhafter machen.

Auch wenn ich sie eher ungern zum Beantworten wichtiger Lebensfragen heranziehe, experimentiere ich vereinzelt auch in die andere Richtung und stelle ihnen sehr »philosophische oder rhetorische Fragen«.
Beispiel: Ich befand mich in einer Umbruchphase im Wachleben und wollte im Traum die Antwort auf »Was ist der Sinn meines Lebens?« entdecken. Dazu wollte ich eine »möglichst intelligent und erfahren wirkende Figur« befragen.
Schließlich fiel mir eine sehr alte Frau ins Auge, die nach altertümlicher Art an einem Felsen Kleidung im Meer wusch. Ich kam vorsichtig auf sie zu und stellte meine Frage, auf die ich mir eine richtungsweisende Reaktion erhoffte…

»Das, was du dir für dein Leben aussuchst.«

Erst im Nachhinein bin ich mir darüber klar geworden, wie tiefsinnig diese schroff formulierte Antwort war:

Wir sind alle unseres Schicksals Schmiede. Und dazu in der Lage, durch Luzidität unserer Gedanken im Alltag die eigenen Erlebnisse in Gegenwart und Zukunft zu programmieren.

Wenn der ehrwürdige »Schelm« nicht ab und zu mit Zufällen auch seine Fäden ziehen und unsere damit durcheinanderbringen würde…

Aber das liegt wiederum abseits unserer Kontrolle, was das Leben noch spannender macht 😉

Schöne luzide Unterhaltungen!
Eure Alex

Quellen: Bild: © Matthias Enter / Fotolia.com

1.Die Erfahrung war daher insgesamt gerade noch zu verkraften 😉

Trauminkubation auf Lebensfragen

Gibt es in eurem Leben etwas von solch enormer Wichtigkeit, dass eure Gedanken ständig darum kreisen?

Mein Rat – versucht einen (Klar-) Traum dazu zu inkubieren, um an aufschlussreiche Informationen zu gelangen.

Dass Trauminkubation in vielen Fällen funktioniert, wurde in zahlreichen Beispielen anhand von Berichten bekannter Erfinder belegt. Es gibt geschichtliche Nachweise, die die Wirksamkeit dieses Phänomens unterstreichen. Darüber wurden Einleitungen und Bücher geschrieben, das erspare ich euch hier, um mich nicht unnötig zu wiederholen.

Stattdessen stelle ich euch die meiner Meinung nach gelungenste Vorgehensweise zu einer Trauminkubation vor – von Amy Brucker, einer schamanischen Traumexpertin mit einem beeindruckenden Blog:

  • 1. Intention festlegen. Ich will über X träumen … ich brauche einen Rat / Klarheit in Bezug auf …
  • Beispiele: präzise formulierte Fragen: Entscheidungsfragen aller Art und alle Richtungen betreffend ; Kreativitätsfragen, aktuelle Tätigkeiten und Bestrebungen betreffend bzw. offene Fragen: Karriere-Fragen = Soll ich x zum Beruf machen? Was soll ich als Nächstes tun?
  • Ggf. Freewriting durchführen – den Gedanken auf Papier freien Lauf lassen und mit Brainstorming auf den Kern treffen;
  • 2. Anliegen vor dem Einschlafen durchgehen und eine Antwort ehrlich herbeisehnen;
  • 3. Traum deuten, auf mögliche metaphorische bzw. symbolische Aussagen achten. Die Antwort muss sich nicht direkt oder offensichtlich zeigen.
  • Ggf. weiter geduldig inkubieren (mehrere Tage hintereinander, 2 Wochen bis Monate auf wichtige zugehörige Themen in Träumen achten)
  • 4. Achtsam durch den Alltag schreiten: auf Signale des Universums achten, die in Form von …
  • auffälligen Begebenheiten,
  • vielsagenden Texten,
  • Radiosongs / Videos und weiteren Medieninhalten,
  • Unterhaltungen,
  • intuitiven Antworten auftreten könnten.

Diese Methode funktioniert bei mir bestens. Oftmals schon am nächstfolgenden Tag, wenn auch ihr diese Tatsache beherzigt:

Das Trauminkubations-Thema muss euch BEWEGEN, wie nichts anderes im Moment. Eure Gedankenwelt muss durchtränkt sein vom Wunsch, Unterstützung vom Unterbewusstsein / Universum zu erhalten.

Zumeist bereite ich mich im Verlauf des gesamten Tages auf die Trauminkubation in der folgenden Nacht vor: Ich setzte mich gedanklich mit meiner Frage auseinander, meditiere drüber oder frage direkt bzw. unbestimmt mir nahestehende Personen um Rat. Auch bitte ich um Führung und Zeichen seitens des Himmels. 

Ihr wisst selbst am besten, an wen ihr euch wenden könnt. Ich möchte hier keine Religion propagieren.

Ihr könnt gerne einen Aufsatz über eure Herzensangelegenheit verfassen.

Beschreibt Schritt für Schritt, wie sich der gewünschte Traum entfalten soll. Achtet auf die Details.

Ich persönlich bevorzuge die „offene Variante“:

Ich stelle die mich quälende Frage und lasse mich überraschen von dem, was kommt.

Das Unterbewusstsein ist sehr kreativ.

Wenn ihr ihm gegenüber aufgeschlossen bleibt, wird es sich bei euch melden.

In erster Linie bemühe ich mich um eine anschließende Luzidität im Traum. Vorher lege ich mein Ziel fest:

Was will ich im Klartraum erreichen? Welche Fragen will ich äußern? An wen will ich mich zuerst wenden?

Anschließend versuche ich, unter Beibehaltung meiner Absicht in den Klartraum zu gleiten.

Befragt das Höhere Traumbewusstsein, das Höhere Selbst bzw. auch Mal weise wirkende Traumfiguren im Klartraum. Schöpft eure Möglichkeiten aus.

Aber auch wenn ich keinen Klartraum erzielen konnte, die vorherige Hinwendung und Bitte um Hilfe wurden stets von meinem Unterbewusstsein registriert.

Lasst euch überraschen.

Obwohl ihr nicht luzide geworden seid, kann das Unterbewusstsein trotzdem auf eure Anliegen im gewöhnlichen Traum reagiert haben.

Achtet z.B. beim Festhalten des Traums darauf, ob

  • sich spezielle Traumsymbole in den Vordergrund drängen,
  • unerwartet Traumfiguren auftauchen, die eine Antwort auf eure Frage liefern,
  • ihr eine direkte Botschaft erhält in Gestalt eines auffallenden Anrufes / Briefes / Buchtitels usw.

Ich selbst halte diese Einstellung im Leben für besonders hilfreich und weniger Nerven zermürbend:

Ich bin offen und habe Vertrauen, die richtige Antwort zum passenden Augenblick zu erhalten und sie dann auch korrekt deuten zu können.

Einsichtsreiche Träume!

Eure Alex

Inkubation

Quellen: http://thedreamtribe.com/how-to-incubate-a-dream/ [19.06.2016].