SAQ

Help message in a bottle

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SAQ bedeutet: Should You Ask Questions bzw. meine eigene Dechiffrierung mit einem kleinen grammatischen Unterschied: »Should Have Asked Questions«. Im Gegensatz zum FAQ fallen darunter u.a. diejenigen Fragen, die man zwar nicht unbedingt in Bezug auf sein Interessensgebiet stellt, es aber dennoch Sinn machen würde, das Gegenteil zu tun. Schaut hier immer wieder Mal rein, dies ist keine statische Seite, sondern wird kontinuierlich erneuert.

Lasst es mich über das Kontaktformular oder Social Media wissen, wenn euch eine faszinierende bzw. kuriose Frage einfällt, die ich hier aufnehmen sollte!

  1. Werde ich durchs Üben für einen Klartraum Schlafmangel bekommen? = Definitiv. Besonders, wenn du das WILDen erlernen willst oder mit WBTB-Techniken experimentierst. Verlege diese Techniken am besten aufs Wochenende oder auf die Tage mit mindestens 8 Stunden Schlaf.
  2. Soll ich ein digitales oder eher ein »echtes« Traumtagebuch nutzen? = Entscheide nach deiner aktuellen Lebenssituation: Wenn du ungestört mitten in der Nacht das Licht / Taschenlampe einschalten kannst, ohne dass jemand erbost aufschreit, nutze den Charme einer physischen Variante. Ansonsten empfehle ich dir, lieber die elektronische Version anzulegen. In diesen beiden Beiträgen kannst du mehr zu diesem Thema erfahren:
    Echtes oder digitales Traumtagebuch? 
  3. Wie steigere ich meine Klartraumhäufigkeit auf eine natürliche Weise? = Führe ein Traumtagebuch und setze dich intensiv mit den Besonderheiten deiner Traumwelt auseinander.
    Lese zusätzlich diese begleitenden Posts:
    Erinnerungsvermögen im Klartraum,Vom Traumbewusstsein klar-gerüttelt.
  4. Wie kann ich mich immer wieder zum Klarträumen motivieren? = Eine aufrichtige Begeisterung für das Thema sowie das Fehlen eines Druckes und einer krampfhaften Erwartung sind unabdingbar. Gehe spielerisch mit deinen Klartraumzielen um, lese inspirierende Klartraumberichte, tausche dich in Klartraumforen mit erfahrenen Klarträumern aus, schaue dir themenspezifische Filme und Dokumentationen an. Dadurch wird deine Motivation immer wieder aufs Neue entfacht.
  5. In der Traumwelt stehe ich bei Luzidität völlig hilflos da, bis ich frustriert aufwache. Wie kann ich mich zu mehr Aktivität aufraffen? = Erstelle einen »Reserve-Plan«, der dir dabei unter die Arme greift, stets Klartraumziele im Hinterkopf zu behalten, solltest du ratlos sein oder alle deine Ziele bereits erledigt haben.
  6. Ich vergesse ständig meine Klartraumziele, sobald ich luzide werde. Was kann ich dagegen unternehmen? = Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
    – Praktiziere MILD mit der anschließenden Visualisierung deines wichtigsten Ziels im Klartraum,
    – gehe regelmäßig vor dem Einschlafen bzw. tagsüber deine Klartraumziele in Gedanken durch,
    – stelle dir beim Ausführen deiner Realitätstests im Wachzustand vor, du wärest gerade in einem Traum. Was wäre dein nächstes Ziel? Imaginiere dir lebhaft dessen Ausführung.
  7. Wie kann ich meine Klartraum-Entwicklung beschleunigen?
    – Lege dir Karteikarten an, die dich dabei unterstützen, indem sie wichtige Lektionen und Fragen an die Traumwelt wiedergeben,
    – Lerne von erfahrenen Klarträumern, studiere weiterführende Literatur, befasse dich in regulären Abständen mit dem einsichtsreichen »Lucid Dreaming Experience Magazine«.
  8. Soll ich meine Klarträume kontrollieren oder es lieber sein lassen? = Diese Entscheidung liegt selbstverständlich bei dir. Ich vertrete die Meinung, dass die Kontrolle zu Beginn der Klartraum-Entwicklung Spaß macht, deine allgemeinen Fähigkeiten/Fertigkeiten im luziden Traum erkunden sowie vertiefen lässt und für das Loslassen zu einem späteren Stadium stärkt.
  9. Kann ich als frisch gebackenes Elternteil das Klarträumen erlernen bzw. erfolgreich weiter praktizieren? = Nach meiner Erfahrung besteht diese Möglichkeit tatsächlich. Wenn du dich vor lauter Erschöpfung noch relativ fit fühlst, nutze die Aufweckzeiten durch das Baby für WBTBs oder Meditationen, die zum WILD führen können. Mit zunehmenden Alter deines Kindes steigert sich gleichzeitig deine Klartraumhäufigkeit. Ich bin das lebende Beispiel für diese Behauptungen ;).
  10. WILDen will bei mir nach Standard-Anleitung einfach nicht klappen. Was kann ich noch probieren? = Erlerne die Kunst der stundenlangen Meditation, vor allem in den Nächten, in denen dir viel Schlaf zur Verfügung steht. Auch wenn du dabei einnickst, gelangst du irgendwann zum Punkt, wo du spontan in Schlafparalyse bzw. kurz vor einem WILD aufwachst. Das kontinuierliche Üben ist der Schlüssel zum Erfolg.
  11. Werde ich durch Klartraum-Praxis für immer meine Alpträume los? = Nein. Auch wenn ich Klarträume laufend zum Positiven wandle, dafür sind die Traum-Kombinationsmöglichkeiten des Unterbewusstseins zu vielfältig. Es kommen auch ständig neue Tageseindrücke hinzu, die im Gehirn abgespeichert werden und somit in der Nacht jederzeit abgefeuert werden können. Du kannst aber wohl die wiederkehrenden Alpträume konstruktiv zum Schweigen bringen.
  12. Kann Klarträumen gefährlich sein? = In der Tat kann eine psychische Störung des Träumers bzw. das Anstreben von zweifelhaften Kontakten im Traum Schaden im Wachleben bewirken. Lese für weitere Infos diese Rezension durch.
  13. Kann ich einen Klartraum im Voraus programmieren? = Versuche, eine Trauminkubation zum gewünschten (Klar-)Trauminhalt durchzuführen. Affirmiere und visualisiere dein Ziel vor dem Einschlafen und beim spontanen Aufwachen in den frühen Morgenstunden. Beschäftige dich tagsüber mit deinen Traumzielen – sie sollten dringlich sein und einen besonderen Wert für dich aufweisen!
  14. Kann ein Klartraum als ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt entstehen? = Oh Ja. Ich beispielsweise erlebte viele meiner spontanen Klarträume zu jener Zeit, als sich bereits AKEs häuften. Du kannst daher alternativ die Herbeiführung dieser Bewusstseinsform erlernen. Wenn du die Induktion der außerkörperlichen Erfahrungen sicher beherrschst, kannst du zusätzlich jederzeit auf Wunsch eine AKE zu einem Klartraum wandeln und umgekehrt.
  15. Wie sieht es mit Literaturempfehlungen aus? = Neben den Auskünften, die du in den gängigen Klartraumforen einsehen kannst, empfehle ich dir die folgenden Nachschlagewerke (s. für genaue Literaturangaben in der Bibliografie nach):
    Anfänger
    Praktisch: Simon Rausch
    Erkenntnisreich: Paul Tholey, Stephen LaBerge
    Mittelstufe-Fortgeschrittene
    Rational: Daniel Love, Dylan Tuccillo et al.
    Fortgeschrittene
    Spirituell: Robert Waggoner, Ryan Hurd, Charlie Morley
  16. Ist wirklich ALLES im Klartraum möglich? = Auf jeden Fall. Wenn du an deine Grenzen stößt, bedenke, dass der Klartraum wie ein Spiegel deine Ansichten aus dem Wachzustand reflektiert. Versuche deine Ziele trotz bestehender Zweifel auch mit purer Gedankenkraft, d.h. durch Überzeugung durchzusetzen. Dabei wird dir vielleicht erst WÄHREND des scheinbar erfolglosen Versuchs klar, dass dein Vorhaben DOCH funktioniert, sodass du in der Lage sein wirst, ihn zu vollenden. Ab und zu kommt es wirklich darauf an, dass du etwas wagst ohne zurückzuschrecken bzw. gleich aufzugeben. An deiner Überzeugung kannst du auch MITTENDRIN feilen.
  17. Was verbirgt sich hinter der von dir angesprochenen Instanz „Höheres Traumbewusstsein“? = Eine gute Frage (!). Das bleibt das große Geheimnis des Traumuniversums. Noch konnte bislang kein mir bekannter Klarträumer erforschen und belegen, was oder wer genau diese Traum-Intelligenz mit einem unglaublich kreativen, weisen und unberechenbaren Gemüt vertritt.
  18. Wie kann ich mich selbst erkennen? = Einfach die Fragen: Wer bin ich? Wer bist du? Warum bin ich hier? an eine möglichst clevere Traumfigur stellen und daraus lernen.
  19. Wieso sollte ich meinen Schatten integrieren? = Mit dieser Praxis kommst du der von Carl Jung empfohlenen Lebensführung nahe, die auf eine Ganzwerdung der Persönlichkeit abzielt. Du lernst dich zu verstehen und zu akzeptieren – alles heilsame und Erfüllung bringende Erkenntnisse, die bis in die Wachwirklichkeit reichen, wenn du es wünschst.
  20.  Was hat es mit Lucid Surrender auf sich? = Durch das aktive Loslassen im Klartraum entwickelst du Vertrauen in das Unvorhergesehene  uns kannst dich von belastenden Anhaftungen aus dem Wachzustand befreien.