‚Consciousness Triggers‘ nutzen

Meine lieben Träumer!

Ende vorletzten Jahres bin ich von der elektronischen Organisation auf das klassische, »papierbasierte« System umgestiegen, um die »Starrzeit« auf mein Smartphone zu reduzieren. Beim Ändern meiner Schreib- und Dokumentationsgewohnheiten bin ich unerwartet auf eine noch unverwirklichte, d.h. noch nicht für die Traumlektüre umgesetzte Idee vom Vorjahr gestoßen.

Zu jener Zeit ging es eigentlich um einen Versuch für das bewusste Herbeiführen einer außerkörperlichen Erfahrung im Traum, dennoch lässt sich dieser kleine, recht geniale Kniff analog aufs Klarträumen übertragen.

Laut der Quelle, die ich euch unten angegeben habe, habe ich mich von Akhena inspirieren lassen und die folgende Schrittfolge

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Achtsame Selbstwahrnehmung

Meine lieben Träumer!

Es ist längst kein Geheimnis, dass eine gewissenhafte Achtsamkeitspraxis die Wahrscheinlichkeit für einen Klartraum erhöhen kann.

Eine interessante und viel versprechende Klartraum-Technik ist z.B. die ADA (all day awareness), die daraufhin schult, dass man als Praktizierender zu begreifen lernt, wie sich das Erleben der physischen Realität anfühlt. Denn wenn man sich in einem Klartraum einfindet, bildet dieses Daseins-Empfinden einen Gegensatz.

Habt ihr jemals darauf geachtet, wie die Fortbewegung in einem Klartraum funktioniert, wie sich euer Körper anfühlt?

Ich selbst kann bestätigen, dass ich mich bereits von schwer wie Blei bis leicht wie eine Feder empfand. Ich staunte darüber, herumzurennen und keine Geräusche zu hinterlassen, Türen leise aufzureißen und  still zuzuknallen sowie hochzuspringen, um mich vom Wind sanft davon wehen zu lassen. Nicht selten verhalfen mir ungewöhnliche Körperempfindungen zum Erlangen der Luzidität im Traum.

Bei der Technik in diesem Beitrag handelt es sich um ein Gedankenexperiment, das ich im Rahmen des Kennenlernens des »Wu Wei«, auch als die »Lebenskunst des Tao« bezeichnet, angewandt habe.

In diesem Kontext schlage ich euch vor, eure Gedanken und Sprache ebenfalls unter den von mir aufgestellten Gesichtspunkten

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Eine Einführung in die »multidimensionale« Traumarbeit

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© belkaelf25 / Fotolia.com

Heute möchte ich euch eine ausgefallene Herangehensweise an unsere Träume vorstellen, die mich in diesem Sommer so sehr beeindruckt und beschäftigt hat, dass ich meine Traumarbeit mehrere Wochen lang ausschließlich darauf basierte. Daraus ist folglich mein Artikel in der aktuellen LDE-Magazine-Ausgabe sowie eine Serie aus drei zusammenhängenden Artikeln entstanden, die euch in den nächsten Wochen begleiten werden. Es handelt sich dabei um eine »multidimensionale« Behandlung der Träume, weil diese sowohl unter

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Ein Reserve-Plan für die Traumwelt

Die erfahrenen Klarträumer mögen hier mit den Schultern zucken, weil dieser Zustand schon Ewigkeiten zurückzuliegen scheint …

Fakt ist jedoch, dass die Anfänger unter uns Klarträumern in eine dermaßen intensive Aufregung in der Traumwelt geraten, sobald sie Luzidität erlangen, dass die Erinnerung an die vorgenommenen Klartraum-Ziele aus dem Wachzustand wie ausradiert scheint.

Was passiert daraufhin? Man wacht auf …

  •  … weil man seine Gefühle (noch nicht) im Zaum halten kann und zudem auch noch ratlos wegen fehlendem Bezug zur physischen Realität ist.
  • … weil spontan zu viele Ziele einfallen, man sich für keines entscheiden kann und sich schließlich emotional überfordert.

Dem kann schon ein vorher formulierter und stets wirksamer »Reserve-Plan« Abhilfe leisten.

Darunter verstehe ich gewisse »feste« Ziele, die ein Klarträumer jederzeit verfolgen kann, unabhängig vom Erfahrungsgrad.

Dieser »Notfall-Plan« ist besonders hilfreich, wenn …

  • … man trotz Vergesslichkeit den Klartraum sinnvoll gestalten möchte.
  • … alle Ziele erfolgreich abgehakt wurden und der Klartraum noch andauert.
  • … kein Vorhaben zu funktionieren scheint und man sich stattdessen mit anderen »Hintergrund-Interessen« befassen möchte.

Ich stelle euch im Folgenden meine Lieblingsbeschäftigungen vor, auf die ich immer zurückgreifen kann:

  1. Mit dem Traumgeschehen mitschwingen:
    = als stiller Beobachter (fast) ohne Einflussnahme – das kann sich selbst für erfahrene Klarträumer schwierig gestalten, wenn sie nicht loslassen können, weil der »Kontrollzwang« über den Traum überwiegt. Auch kann der Luziditätsgrad hohen Schwankungen unterworfen sein, was sich durch Übung und Konzentration verbessert.
  2. Sich an das Höhere Traumbewusstsein wenden:
    Für mich das spannendste, aber auch das herausforderndste Thema. Ich habe erst begreifen müssen, wie wichtig es ist, seine Äußerungen genau zu formulieren und ggf. zu paraphrasieren, um eine Reaktion seitens des Traums zu bekommen. Außerdem ist das Fehlen jeglicher Erwartungshaltung unabdingbar, weswegen ich mich erst dann mit dem Höheren Traumbewusstsein zu beschäftigen begann, als ich die Regeln der Traum-Kontrolle effektiv beherrschte.
  3. Kontakt zu den Traumfiguren pflegen:
    D.h. Reden, befragen, Freundschaften schließen. Wo es notwendig wird: transformieren / integrieren.
  4. Umgebung erkunden:
    Mit der Neugier eines Kindes – alles anfassen, überall reinschauen, in Frage stellen, vergleichen.
  5. Portale entdecken / erschaffen:
    Ich liebe den Überraschungseffekt des »Irgendwo-Ankommens«. Ihr könnt aber auch Zielorte festlegen. Nutzt dazu:
    – Türen, Fenster etc.,
    – Wände,
    – »Luftlöcher«,
    – Fernseher,
    – Spiegel,
    – Böden (drin versinken),
    – Bäume (hinein- und herausklettern bzw. sie öffnen sich von allein)
  6. Fliegen:
    Geht immer – ob vorher, nachher oder zwischendurch.

Legt euch von vornherein eine besondere Aktivitäten-Liste zurecht, die euch stets im Hinterkopf begleitet und sich immer für eine unvorhergesehene Realisierung lohnt.

Davon profitiert ihr auf lange Sicht erheblich: Ihr wacht als Anfänger weniger frühzeitig auf und gewinnt noch mehr an Geschick als Fortgeschrittene.

Ein Reserve-Plan fördert ein routiniertes Verhalten in der Traumwelt, das vor allem in den plötzlichen Zwischenfällen von enormer Wichtigkeit werden kann.

Und zwar wenn es darum geht, unter allen Umständen Fassung zu bewahren.

Klarträumen heißt nicht immer Zuckerschlecken :)!

Ich wünsche euch erfolgreiche Ziel-Verwirklichungen,

Eure Alex

Kopf, Antworten, Wissen II

© Rudie / Fotolia.com

Dream Re-entry

In meinen Anfängen als Klarträumerin kannte und wandte ich nur den »klassischen« Traum-Wiedereintritt an. Ich finde heute noch, dass diese Methode ausgezeichnet funktioniert, wenn ich nicht gerade einen Harndrang beim Aufwachen verspüre, was leider zu oft mitten in der Nacht passiert und mein dream re-entry dem länger andauernden WILD weichen muss. Ansonsten ermutige ich jeden, diese Technik zu testen, wenn …

  • ihr ein »Leichtschläfer« seid und regelmäßig spontan in der Nacht aufwacht,
  • ihr über eine mindestens gute Traumerinnerung verfügt,
  • ihr es aushält, ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen keine Flüssigkeiten zu euch zu nehmen, sodass euch ein Toilettengang erspart bleibt,
  • eure Fantasie und Visualisierungskünste gut ausgeprägt sind,
  • ihr eine einfache Klartraumtechnik ohne Zusätze oder Unterbrechungen im Schlaf wie z.B. beim WBTB  anwenden wollt,
  • ihr vergessen habt / euch nicht gelungen ist, den vergangenen Klartraum zu verlängern und in diesen wieder einsteigen möchtet.

Um einen erfolgreichen DEILD  durchzuführen …

  1. Bleibt beim Aufwachen absolut bewegungslos liegen.
  2. Visualisiert die letzte Traumszene mit allen Sinnen, konzentriert euch dabei am besten auf die kürzlich verlassene Umgebung.
  3. Erinnert euch beim Abdriften stets daran: »Ich träume, ich träume« …
  4. Macht einen Realitätstest.
    (Tuccillo, Dylan et al. 2013: Kap. 10: Dream Reentry).

Im Laufe der Zeit habe ich mich durch Auseinandersetzung mit den Werken von Robert Moss mit der schamanischen Variante des Traum-Wiedereintritts bekannt gemacht, welche ich euch im Folgenden vorstellen möchte. Ich bin inzwischen der Meinung, dass diese Technik eine sehr effektive Traumarbeit im Nachhinein ermöglicht, ohne dass man sich um Luzidität bemühen muss.

Nach den Empfehlungen des Autors ist diese Methode nützlich, wenn …

  • ihr erkennen möchtet, ob eure Traumbilder wörtlich oder symbolisch zu nehmen sind bzw. aus der Zukunft stammen,
  • ihr ein weiterführendes Gespräch mit im Traum aufgetauchten Verstorbenen / geistigen Führern sucht,
  • ihr mehr Infos zum verblassten / fragmentarischen Traumgeschehen sammeln wollt,
  • ihr den Mut aufgebracht habt gewisse Traumängste oder Alpträume zu überwinden.

Die Vorgehensweise:

  1. Wählt einen aussagekräftigen Traum / Vision / hypnagoges Bild, das euch berührt oder herausfordert.
  2. Legt vorher eure Fragen und Wünsche fest (und erinnert euch bei erfolgreicher dream re-entry daran):
    Was will ich in Erfahrung bringen?
    Was will ich unternehmen, sobald ich in den Traum zurückgekehrt bin?
  3. Entspannt euch beim Zuhören begleitender Trommelklänge. Visualisiert mit allen Sinnen die gewünschte Traumumgebung und schreitet ans Werk.

Ich habe gute Erfahrungen mit der von Robert Moss empfohlenen drumming CD / MP3 gemacht. Damit könnt ihr, wenn ihr für brainwave entrainment empfänglich seid, in eine Art Trance gleiten, die laut Autor dem hypnagogen Zustand bzw. einer REM-Phase entspricht (Moss 2010: Kap.3: Going back inside your dreams).

Allmählich habe ich die schamanische dream re-entry in meine Traumarbeit einbezogen.

Meine Tipps dazu:

  • Probiert den Traum-Wiedereintritt zu jeder Tageszeit oder vorzugsweise anstatt eines Nickerchens am Nachmittag aus. Dadurch könnt ihr schneller entspannen und somit gewünschte Erfolge eher erzielen. Voraussetzung: Nicht einschlafen! Mit Meditationserfahrung gelingt ein Traum-Wiedereintritt leichter;
  • rechnet eine ruhige halbe Stunde für die Praxis ein – ich bin meistens nach rund 20 Minuten fertig;
  • diese Fragen halte ich während der Interaktion mit dem Traum für besonders hilfreich:
    Wieso bist du (= Traumfigur) aufgetaucht?
    Was bedeutet x (Symbol, Zahl etc.)?
    Bei Vorahnungen (vorheriger Beschäftigung mit dem Traum im Wachzustand): Hat es was mit x zu tun?
    Warum hast du x getan? Was wolltest du mir damit sagen?

Nach dem Notieren meiner Ergebnisse halte ich aufkommende Assoziationen fest und lasse »walk a hypnagogic image«  zur Entfaltung kommen.
Falls ich genug Zeit habe, meditiere ich zusätzlich direkt darauf und bitte mein Unterbewusstsein um weitere »hypnagoge Einsichten«. Vorteilhaft, da ich mich nicht zusätzlich entspannen muss. Ich nehme an, was an Bildern etc. zu mir durchkommt.

Ich empfehle euch, eine dream re-entry bei wiederkehrenden Träumen, offenen Fragen, und nagenden Traum-Ereignissen zu versuchen. Schon ein winziges einzelnes Traum-Fragment mit Bezug auf die Ortschaft genügt.

Das Wichtigste, was ich euch dabei auf den Weg geben möchte:

Vertraut eurer Intuition!

Vielleicht kommt euch diese Methode eigenartig vor:
Wen befrage ich hier überhaupt, wie zuverlässig sind die erhaltenen Infos …?

Meine Schlussfolgerung lautet hier:

Auch wenn ihr hier bloß mit euch selbst spricht, die intuitive Stimme hat stets unser Wohl im Sinn und führt im Normalfall zu keiner Selbstzerfleischung.

Bisher konnte ich nur Positives aus dieser Praxis schöpfen und Harmonie im Inneren wieder herstellen. Ich erhielt Trost, begriff zunächst unverständliche Zusammenhänge.

Ich finde, dass eine dream re-entry eine therapeutische Wirkung mit Heilung im Innern als Resultat aufweisen kann.

Und geht es nicht letztendlich vor allem darum im Wachzustand?

Seelenfrieden und Ausgeglichenheit, um das Leben wacker meistern zu können?

Eine erfolgreiche Rückkehr in eure Träume!
Eure Alex

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music.

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music. Exhibition of artifacts in Pergamon Museum, Berlin.

 

Quellen: Bild: © radiokafka / Fotolia.com

Moss, Robert (2010): The Three »Only« Things: Tapping the Power of Dreams, Coincidence & Imagination, [Kindle Edition], New World Library, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].
Tuccillo, Dylan, Jared Zeizel und Thomas Peisel (2013): A Field Guide to Lucid Dreaming: Mastering the Art of Oneironautics, [Kindle Edition], New York: Workman Publishing Company, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].