‚Wach‘ ist manchmal zu vage (Eintrag 2)

Wach ist manchmal zu vage

Ungenauigkeiten

Meine lieben Träumer!

Wenn ihr bereits Klarträumer seid, werdet ihr mir vermutlich zustimmen, dass der Traum immer wieder eine Überraschung für den Suchenden parat hat.

Ich halte diese Art von Klarträumen für die besten, weil man danach oft seine Ansichten oder sein bisheriges Verhalten überdenken muss und dadurch nicht in seiner Selbst-Entfaltung gebremst wird. Außerdem findet man heraus, dass es eine gewisse „graue Zone“ zwischen den eigenen Erwartungen und dem tatsächlichen Ergebnis gibt; der Traum muss nicht immer den Vorstellungen bzw. Assoziationen des Träumers entsprechen!

Erfahrt in diesem Eintrag, wie ich durch eine unerwartete Lektion seitens des Traums eines Besseren belehrt wurde:

„Nichts passiert (?)“
Ich werde luzide, wache kurz nach einem Klartraum auf und gleite daraufhin in den nächsten.
Jetzt stehe ich in völliger Dunkelheit, an einem Fenster, eine Hand gegen die Glasscheibe gepresst.
Wieso nicht jetzt mein Ziel vollenden?
Ich verkünde selbstbewusst:

„Zeig mir die Entstehung eines Sterns aus der Sicht eines Wasserstoff-Atoms!“

Entgegen meinen Vorstellungen, (bildhaft ausgedrückt) „irgendwohin transportiert zu werden und mit anderen Atomen in einem fester werdenden Gasgemisch

zu kreisen“, geschieht nichts, bis aufs magische Aufleuchten zahlreicher Sterne am dunklen Firmament.

Ich betrachte verwundert den funkelnden Himmel, bis ich aufwache….

Im Nachhinein ist mir erst nach dem kurzen Festhalten meines Traumberichts aufgefallen, dass der Traum nicht Unrecht gehabt hatte. Ich hatte ihn bereits als wirkungslos eingestuft, als ich am liebsten im Boden versunken wäre.

Auch wenn ich mir insgeheim ein spektakuläres Ergebnis gewünscht hatte, so ging der Traum entgegen meiner Erwartung den umgekehrten, aber dennoch korrekten Weg.

Wie lautete meine Bitte noch Mal?

„Zeig mir aus der Sicht eines Wasserstoff-Atoms…“

Wo ist Wasserstoff vorhanden?
Das hätte ich im Wachzustand besser wissen sollen.1

Natürlich in einem Gasgemisch, der uns umgibt (Luft)!
Dann natürlich auch der molekulare Wasserstoff in unserem Körper… Was für eine abwechslungsreiche Perspektive hab ich da gewählt 😉

Nichts da – keine Gaswolken (!), wieso so kompliziert, wo es so einfach geht? Einfach, ohne Platzänderung, tut’s auch.

Und wenn man einen anderen Ausgang wünscht…

Hilft vielleicht umformulieren, mit den eigenen Erwartungen zu spielen und dadurch (wahrscheinlich!) das gewünschte pompöse Resultat erreichen bzw. einfach annehmen (wie ich es auch tat). Dafür war der Sternenhimmel einfach traumhaft schön und ich fühlte mich mehr als „entschädigt“.

Ich wünsche euch eine luzide Traumzeit!
Alex
© von Alexandra Enns alias Traumlektuere

1.Ich höre schon meinen Chemielehrer sagen: Alex, das hätte ich nie von dir gedacht! (Und sein Lieblingskommentar gleich hinterher: Roll jetzt bloß nicht mit den Augen! – nach x-maligem Durchkauen ‚einfacher Chemie-Themen‘ 😉

Infobox

In unserer Milchstraße entstehen Sterne in dunklen Verdichtungen aus Gas und Staub; zu den bekannteren Entstehungsgebieten zählt der sogenannte „Orion-Nebel“. Zur erstmalig gebildeten Stern-Generation standen nur Wasserstoff und Helium zur Verfügung.

P. S.
Alle bisherigen Artikel findet ihr in der Sitemap-Übersicht mit dem Titel: Klarträumen und Wissenschaft.

Diese Tagebucheinträge basieren auf tatsächlichen Klartraumerfahrungen, wobei die geschilderten Erlebnisse sowie Schlussfolgerungen nicht den (zukünftigen?) Fakten oder Hypothesen der heutigen (Grundlagen-) Forschung entsprechen müssen.

Quelle:
Herrmann, Dieter B.. Himmelskunde: Eine Einführung in die Astronomie (German Edition). Franckh-Kosmos Verlags-Gmbh & Co. KG. Kindle-Version.

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