Achtsame Selbstwahrnehmung

Meine lieben Träumer!

Es ist längst kein Geheimnis, dass eine gewissenhafte Achtsamkeitspraxis die Wahrscheinlichkeit für einen Klartraum erhöhen kann.

Eine interessante und viel versprechende Klartraum-Technik ist z.B. die ADA (all day awareness), die daraufhin schult, dass man als Praktizierender zu begreifen lernt, wie sich das Erleben der physischen Realität anfühlt. Denn wenn man sich in einem Klartraum einfindet, bildet dieses Daseins-Empfinden einen Gegensatz.

Habt ihr jemals darauf geachtet, wie die Fortbewegung in einem Klartraum funktioniert, wie sich euer Körper anfühlt?

Ich selbst kann bestätigen, dass ich mich bereits von schwer wie Blei bis leicht wie eine Feder empfand. Ich staunte darüber, herumzurennen und keine Geräusche zu hinterlassen, Türen leise aufzureißen und  still zuzuknallen sowie hochzuspringen, um mich vom Wind sanft davon wehen zu lassen. Nicht selten verhalfen mir ungewöhnliche Körperempfindungen zum Erlangen der Luzidität im Traum.

Bei der Technik in diesem Beitrag handelt es sich um ein Gedankenexperiment, das ich im Rahmen des Kennenlernens des »Wu Wei«, auch als die »Lebenskunst des Tao« bezeichnet, angewandt habe.

In diesem Kontext schlage ich euch vor, eure Gedanken und Sprache ebenfalls unter den von mir aufgestellten Gesichtspunkten

zu betrachten:

  • Wie rede ich?
  • Worüber spreche ich?
  • Inwiefern stimmt der Inhalt mit der Wachwirklichkeit überein bzw. passt zu ihr?
  • Befinde ich mich in der Gegenwart?

Das klingt leichter, als es ist.

Tatsächlich bin ich fast daran verzweifelt, und zwar aus diesem einfachen Grund:
Ich bin eine Tagträumerin, d.h. ich schwebe oftmals von einem Fantasiegedanken zum nächsten. Dann standen zum damaligen Zeitpunkt mehrere Ereignisse an, die mich zum Grübeln brachten…

Es war daher eine immense Herausforderung.

Wenn ihr euch diesem Experiment anschließt und feststellt, dass ihr euch in euren Gedanken gerade NICHT mit der Gegenwart beschäftigt, einfach

»Stopp!« verkünden. Und sich mit »Zurück ins Jetzt!« in den gewünschten Zustand zurückbefördern.

Und haltet wirklich durch, trotz der zahlreichen »Rückfälle«. Nach 4 Tagen hartnäckigen »Zurückholens« und »Mir-selbst-Zuhörens« gab es einen »interessanten« Zwischenfall in der Traumwelt, den ich in meinem letzten LDE-Artikel erwähnte, ohne auf meine obige Technik eingegangen zu sein. Der Traumbericht lautete: »Mindful Speaking«, kurzgefasst:

Ich merkte plötzlich, dass ich mich über das Thema »Virtual Reality« unterhielt und stutzte über das Gesagte.1

Es kann tatsächlich einfacher sein, luzide zu werden, als man vorher vielleicht angenommen hat.

Man muss sich nicht unbedingt mit WBTBs und WILDing »quälen«, sondern kann entspannt, gute Traumerinnerung und kritische Bewusstseinsprüfung im Wachzustand vorausgesetzt, einfach nur »schlafen gehen«.

Achtsamkeit könnte der Schlüssel zu eurem Erfolg sein.

Wichtig dabei: Kontinuität und kein Automatismus, das bedeutet:
bewusstes Innehalten mit dem angestrebten Ziel im Hinterkopf.

Schnuppert doch Mal in eine der Achtsamkeitstechniken hinein, schließlich:

Die Luzidität kann u.a. den Gedanken des Betrachters über sich selbst entspringen.

Bleibt wachsam, wo ihr auch seid und habt eine luzide Traumzeit!

Alex
© von Alexandra Enns alias Traumlektuere

Silhouette of female head with yin yang symbol

© Adrian Niederhäuser / Fotolia.com

1.Ich las am Vortag mehrere Artikel dazu.

References: Enns, Alexandra (2017): Exploring the Nature of Thought Forms in Lucid Dreams, in: Lucid Dreaming Experience Magazine, Vol.5, No. 4, S. 10-12.
Fischer, Theo (2013) : Wu wei: die Lebenskunst des Tao, [Kindle Edition], Rowohlt E-Book, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 28.02.2016].

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