Gezielte Schattenintegration (Ergebnisse zum 8. Experiment)

Meine lieben Träumer!

Durch meinen diesjährigen Herbstartikel im LDE habe ich bereits über eine unerwartete Integration meines Schattens im Klartraum geschrieben.
Meine nächste Herausforderung in dieser Richtung lautete:

Die BEWUSSTE (d.h. gewollte) Schattenintegration.

Ich habe mich mehrere Wochen vor dieser Aufgabe gedrückt, weil ich durch Charlie Morleys Werke und seinen TED-Talk über dieses Thema verunsichert war.

Andererseits… Wie wächst man sonst über sich selbst hinaus?!

Ich wollte mich meinen Ängsten stellen. Meinen Schatten rufen und mich mit ihm »versöhnen«.
Schließlich habe ich genug Kraft und Willen für den folgenden geglückten Klartraum-Versuch

gesammelt:

Ich steige erneut in den Traum ein und renne aus der Wohnung in ein Treppenhaus und stürme hinunter, um keine Zeit zu verlieren. Dennoch halte ich für einige Sekunden an einem Fenster an. Ich bin nicht in meiner heimischen Umgebung, stelle ich fest. Vor mir erstreckt sich eine nächtliche, grell funkelnde Stadt. Die Aussicht erinnert mich an den Blick auf eine Metropole während einer Flugzeuglandung vom Cockpit aus und ich spüre die Versuchung in mir wachsen, das Fenster zu öffnen, um loszufliegen. Alles um mich herum vergessen.
Doch stattdessen sehe ich mich noch ein Mal um, um meine Meinung doch noch zu ändern.

Gibt es nicht gerade Wichtigeres zu tun?

Diese Frage scheint unausgesprochen in der Luft zu hängen.

Der Raum, in dem ich mich gerade befinde, ist gedimmt, leicht vernebelt und völlig gegenstandslos.
Gut, was soll ich jetzt tun?, denke ich.
Dann fällt mir ein Ziel ein, das ich aus Furcht vor dem Ausgang schon länger aufgeschoben habe und rufe im langsamen Umhergehen mehrmals im Befehlston:

Zeig mir meinen Schatten! Wenn ich mich umdrehe, sehe ich meinen Schatten!

Mit gemischten Gefühlen durchsuche ich den Raum.

Wird jetzt jemand kommen?

Plötzlich höre ich ein lautes Knurren UNTER mir.

Beim Blick nach unten staune ich über einen schwarzen Panther, der die ungewöhnliche Größe eines kräftigen Luchses hat und just zu mir springt.

Das Raubtier bleibt wie erstarrt stehen.

Ich erinnere mich an die empfohlene Vorgehensweise.

Vorher spreche die misstrauisch wirkende »Katze in Übergröße« mit zärtlicher und gleichzeitig zitternder Stimme an:

Darf ich dich umarmen? Wirst du es zulassen?

Der Panther rührt sich nicht und schaut streng, faucht mich aber auch nicht an, was ich als »Erlaubnis« deute. Ich gehe vorsichtig in die Knie und umfasse sanft dessen Oberkörper, der sich sehr widerspenstig anfühlt. Ich halte den Panther wie zur Beruhigung längere Zeit fest und lege meinen Kopf auf dessen Rücken.

Plötzlich spüre ich eine Welle der inneren Erleichterung.

Die verkrampfte Muskulatur des Tieres löst sich. Ich lasse es überrascht los, als unsere Herzen synchron zu schlagen beginnen. In diesem Augenblick springt der Panther zur Seite und verschwindet in der Wand.

Mein Herz klopft so laut, dass ich glaube, ein Echo davon im Raum zu hören.

Ich wache aufgeregt auf. Ein erneuter Traumeintritt ist nicht mehr möglich.

An meinem Beispiel  mit dem Herrscher der Nacht und Jäger im Dunkeln könnt ihr gut erkennen, wie eine Schattenintegration erfolgreich bewältigt werden kann.

Wenn ihr nach Selbstintegration und -Erkenntnis auf der Suche seid, empfehle ich euch, eine bewusste Schattenintegration »durchzustehen«.

Ich wünsche euch dazu viel innere Stärke und Mut in euren Klarträumen!

Eure Alex

Black leopard

© byrdyak / Fotolia.com

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