Rezension: »The Dreams behind the Music«

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Wenn ihr ein Faible für Musik in euch trägt und vielleicht sogar selbst musikalisch veranlagt seid, dann solltet ihr ein Auge auf das Buch »The Dreams behind the Music« von Craig Sim Webb werfen. Der Autor ist sowohl als Traumanalytiker und -Forscher als auch Songschreiber und Erfinder tätig und eignet sich daher vortrefflich dafür, um über diese Thematik zu schreiben.

Dieses Werk ist ausgezeichnet durchdacht und außerordentlich tiefgründig recherchiert.

Beim Lesen stellt sich der Eindruck ein, durch einen Großteil der auf Träumen basierten Musikgeschichte zu schwelgen. Dabei stechen u. a.die Bezüge zu den modernen Künstlern der heutigen Zeit hervor, die verdeutlichen, dass zahlreiche Nominierungen und Grammy-Verleihungen der kreativen Auseinandersetzung mit der Traumwelt zu verdanken sind.1

Der Verfasser liefert Belege, dass sich viele musikalischen Höchstleistungen entweder auf der Synästhesie von auditiven und visuellen Reizen, auf den Zukunftsträumen, auf den Traumbesuchen von Verstorbenen, oder ferner auf Halluzinationen stützen.

Neben den Tipps zur Traumerinnerung stellt der Autor Techniken vor, welche die Inspiration zum Sprudeln bringen sollen:

Darunter finden sich, abgesehen von den Standard-Vorgehensweisen wie Autosuggestion und Trauminkubation, »mentale Einladungen« zur Zusammenarbeit im Traum, »hypnagoge Mikro-Schläfchen« und Hilfsmittel wie die »Ellenbogentechnik«.

Für besonders gelungen gewählt halte ich diesen Neologismus:

Das »Innernet« als eine unerschöpfliche Inspirationsquelle, die sich uns durch Träume, Meditation und Intuition zu offenbaren vermag.

Zudem behandelt Craig Sim Webb die Problematik der kreativen Blockade: In seinen Augen entsteht das Phänomen »Conscious Blocking« durch Furcht, Ablenkung und Abhängigkeit.

Diese zu überwinden, ist ein wichtiger Bestandteil des »Lucid Living«.

Auch werden praktizierende Klarträumer nicht außer Acht gelassen: Anhand von Beispielen erfährt der Leser, wie er im luziden Traumzustand Stimmtraining betreiben, ein neues Instrument erlernen und den Kompositionen des Unterbewussten lauschen kann, um diese Melodien anschließend zu merken und in die Wachwirklichkeit zu transportieren.

Mich hat vor allem die erfrischende Ausführung zur Betrachtung von Alpträumen seitens des Autors angesprochen:

Sie werden als eine wertvolle Chance zur sofortigen inneren Heilung angenommen, bevor sie sich im Wachleben manifestieren können.

Der Verfasser ermutigt, jedes Individuum nach dessen tieferen, inneren Wahrheit zu leben, um anderen zu helfen bzw. zu inspirieren.

Ich empfehle dieses Buch nicht nur Musikbegeisterten, sondern auch allgemein kreativ arbeitenden Menschen, die die Traum-Muse auf experimentellen Wegen in ihr Leben einladen möchten.

Habt einen luziden Wochenstart!
Eure Alex

1.Jetzt fühle ich mich in meinem Verdacht bestätigt, dass der Frontmann meiner Lieblingsband Coldplay, Chris Martin, eine besondere Beziehung zur Traumwelt pflegt, indem er Musik als Farben wahrnimmt.

Quelle:
Craig Sim Webb (2016): The Dreams Behind the Music: Learn Creative Dreaming as 100+ Top Artists Reveal their Breakthrough Inspirations, [Kindle Edition], Waterfront Digital Press, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 11.10.2016].

 

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