Alle Wege führen zu »lucid surrender«

EXIT

© Reicher / Fotolia.com

Als ich im Frühling diesen Jahres den Kurs »Lucid Ignition antrat, kristallisierte sich schon während des ersten Teleseminars in einem Gespräch mit dem Kursleiter, Ryan Hurd, heraus, was ich mir unbewusst von dieser mehrwöchigen Veranstaltung erwartete und wünschte. Ryan fragte mich, was ich von ihm als Klarträumerin zu lernen beabsichtigte,

denn der allgemeine Zugang zu dieser wunderbaren Kunst wäre es offensichtlich nicht. Und ich stellte schließlich im Laufe dieser Unterhaltung fest, dass ich begreifen und anwenden wollte,

wie ich einem Klartraum »unkontrolliert« begegnen kann. Wie lasse ich jegliche Erwartungen hinter mir? Wie lasse ich damit den Traum bei Behalten der Luzidität meine persönliche Entwicklung ankurbeln?

Keine einfache Aufgabe, wie ich im Nachhinein herausfand. Die ersten signifikanten Erfolge erlebte ich einige Wochen nach dem Abschluss des Kurses, die mich schließlich unerwartet zur persönlichen Begegnung mit dem Phänomen »lucid surrender« führten. Während meiner Experimente mit dem »Höheren Traumbewusstsein« entschloss ich mich dazu, mich dieser unsichtbaren, aber scheinbar allwissenden Kraft hinter dem Traum zu ergeben, indem ich ihr im Vertrauen und Loslassen die völlige Kontrolle über meine Klartraum-Erfahrung überließ. Daraus resultierten zahlreiche, sich aufbauende »läuternde« Erlebnisse, die ich in meinem Artikel im LDE Magazine schildere. Ich werde diese Träume im Blog nicht mehr detailliert durchgehen. Wenn sie euch interessieren, lege ich euch die LDE-Magazine-Lektüre ans Herz. Dort untermauere ich meine Klarträume mit den Aspekten aus der multidimensionalen Traumarbeit, die meine innere Transformation beschreiben.

Wenn ich das Thema »lucid surrender« streife, möchte ich dies nicht ohne Erwähnung der zugehörigen Begründerin tun: Als erfolgreich Praktizierende gilt Mary Ziemer, deren spezifische Artikel ihr beispielsweise im LDE Magazine studieren könnt. Was mich von ihr unterscheidet, ist der abweichende Lebenshintergrund: Ich habe weder eine strikt religiöse Erziehung bzw. entsprechende Bildung genossen, noch waren meine ersten Erfahrungen mit »lucid surrender« von der intensiven göttlichen Kraft geprägt, die ihre Traumberichte durchdringt. Für eine gemeinsame Basis für die Einleitung dieser Klartraum-Erscheinung halte ich unsere emotionale Befindlichkeit zu dieser Zeit. Ich persönlich wurde mit einer »heftigen Macht« im Klartraum konfrontiert, als in meinem Leben neben Zweifeln und Umbruchsituationen ein absolutes Gefühlschaos in Bezug auf meine Lebenspläne und Beziehungen vorherrschte. Beachtet in diesem Zusammenhang das depressiv wirkende Aussehen der Landschaften in denen ich mich in den besprochenen Klarträumen wiederfinde. Im Allgemeinen sind meine Träume gegensätzlich – fröhlich, bunt, voller Süßigkeiten – dort geht es oft wie auf einer Kirmes zu, was einen seelischen Ausgleich und Glücklichsein in der Realität reflektiert. Wenn gelegentlich Alpträume die Idylle stören, deute ich es als Signal, mich mehr mit den Bedürfnissen meiner Seele auseinanderzusetzen.

Ich schwankte einige Zeit in Bezug auf die Entscheidung, ob ich die vorliegende Artikelserie ausarbeiten und veröffentlichen soll.

Andererseits werden leider die »transformativen« Traumberichte in der Literatur und im Internet zumeist gemieden.
Vielleicht gehört aus genau diesem Grund das Werk »Dreams of Awakening« von Charlie Morley zu meinen Klartraum-Favoriten: Ohne Umschweife oder Geheimniskrämerei schildert er teilweise beängstigende Begebenheiten im Klartraum, die ihn in seiner Persönlichkeitsentwicklung entscheidend beeinflusst haben und uns als ein Beispiel an wahrer Professionalität dienen. Zu oft beschränkt man sich in gedruckter und virtueller Form auf den Spaßfaktor und Allmacht im Klartraum.

Doch ist das wirklich der Sinn dieser hohen Bewusstseinsform?

Zu häufig wird das Thema spiritueller Wandel lediglich schwammig erwähnt, doch wie kann er tatsächlich einsetzen und letztendlich aussehen?
Meine Erfahrungen sollten diese Fragestellung beleuchten und euch u.a. zeigen, dass ich gelegentlich mehr im Klartraum zu bewältigen habe, über mich selbst hinauswachsen muss. Wozu nutzen meine gewichtigen Aussagen, wenn ich ohne Belege von der höheren Bestimmung der Klarträume schwärme, dabei aber höchstens andere zitiere? Daher verfasste ich meinen Artikel –

Um dieser Überzeugung Ausdruck zu verleihen.

Und ich wünsche mir, dass mehr Menschen auf diese Weise empfinden.

Sprecht ab und zu über euren inneren Wandel statt über Klartraumkunst, die zwar zu beeindrucken vermag, aber nicht wirklich im Inneren berührt.

Solche Traumberichte  haben einen tiefgreifenderen Einfluss in der Realität und sind sowohl für euch als auch für andere inspirierend.

Eure Alex

Spring Cherry Blossom Painting

© Nadezda Kostina / Fotolia.com

Quellen: 
Enns, Alexandra (2016): Learning to Trust and Surrender to th Lucid Dream, in: Lucid Dreaming Experience Magazine, Vol.5, No. 2, S. 30-32.
Morley, Charlie (2013): Dreams of Awakening, [Kindle Edition], London: Hay House UK Ltd, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 08.09.2016]

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