Ein Reserve-Plan für die Traumwelt

Die erfahrenen Klarträumer mögen hier mit den Schultern zucken, weil dieser Zustand schon Ewigkeiten zurückzuliegen scheint …

Fakt ist jedoch, dass die Anfänger unter uns Klarträumern in eine dermaßen intensive Aufregung in der Traumwelt geraten, sobald sie Luzidität erlangen, dass die Erinnerung an die vorgenommenen Klartraum-Ziele aus dem Wachzustand wie ausradiert scheint.

Was passiert daraufhin? Man wacht auf …

  •  … weil man seine Gefühle (noch nicht) im Zaum halten kann und zudem auch noch ratlos wegen fehlendem Bezug zur physischen Realität ist.
  • … weil spontan zu viele Ziele einfallen, man sich für keines entscheiden kann und sich schließlich emotional überfordert.

Dem kann schon ein vorher formulierter und stets wirksamer »Reserve-Plan« Abhilfe leisten.

Darunter verstehe ich gewisse »feste« Ziele, die ein Klarträumer jederzeit verfolgen kann, unabhängig vom Erfahrungsgrad.

Dieser »Notfall-Plan« ist besonders hilfreich, wenn …

  • … man trotz Vergesslichkeit den Klartraum sinnvoll gestalten möchte.
  • … alle Ziele erfolgreich abgehakt wurden und der Klartraum noch andauert.
  • … kein Vorhaben zu funktionieren scheint und man sich stattdessen mit anderen »Hintergrund-Interessen« befassen möchte.

Ich stelle euch im Folgenden meine Lieblingsbeschäftigungen vor, auf die ich immer zurückgreifen kann:

  1. Mit dem Traumgeschehen mitschwingen:
    = als stiller Beobachter (fast) ohne Einflussnahme – das kann sich selbst für erfahrene Klarträumer schwierig gestalten, wenn sie nicht loslassen können, weil der »Kontrollzwang« über den Traum überwiegt. Auch kann der Luziditätsgrad hohen Schwankungen unterworfen sein, was sich durch Übung und Konzentration verbessert.
  2. Sich an das Höhere Traumbewusstsein wenden:
    Für mich das spannendste, aber auch das herausforderndste Thema. Ich habe erst begreifen müssen, wie wichtig es ist, seine Äußerungen genau zu formulieren und ggf. zu paraphrasieren, um eine Reaktion seitens des Traums zu bekommen. Außerdem ist das Fehlen jeglicher Erwartungshaltung unabdingbar, weswegen ich mich erst dann mit dem Höheren Traumbewusstsein zu beschäftigen begann, als ich die Regeln der Traum-Kontrolle effektiv beherrschte.
  3. Kontakt zu den Traumfiguren pflegen:
    D.h. Reden, befragen, Freundschaften schließen. Wo es notwendig wird: transformieren / integrieren.
  4. Umgebung erkunden:
    Mit der Neugier eines Kindes – alles anfassen, überall reinschauen, in Frage stellen, vergleichen.
  5. Portale entdecken / erschaffen:
    Ich liebe den Überraschungseffekt des »Irgendwo-Ankommens«. Ihr könnt aber auch Zielorte festlegen. Nutzt dazu:
    – Türen, Fenster etc.,
    – Wände,
    – »Luftlöcher«,
    – Fernseher,
    – Spiegel,
    – Böden (drin versinken),
    – Bäume (hinein- und herausklettern bzw. sie öffnen sich von allein)
  6. Fliegen:
    Geht immer – ob vorher, nachher oder zwischendurch.

Legt euch von vornherein eine besondere Aktivitäten-Liste zurecht, die euch stets im Hinterkopf begleitet und sich immer für eine unvorhergesehene Realisierung lohnt.

Davon profitiert ihr auf lange Sicht erheblich: Ihr wacht als Anfänger weniger frühzeitig auf und gewinnt noch mehr an Geschick als Fortgeschrittene.

Ein Reserve-Plan fördert ein routiniertes Verhalten in der Traumwelt, das vor allem in den plötzlichen Zwischenfällen von enormer Wichtigkeit werden kann.

Und zwar wenn es darum geht, unter allen Umständen Fassung zu bewahren.

Klarträumen heißt nicht immer Zuckerschlecken :)!

Ich wünsche euch erfolgreiche Ziel-Verwirklichungen,

Eure Alex

Kopf, Antworten, Wissen II

© Rudie / Fotolia.com

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