Mein geheimer Zielleser

Traumlektuere

(Scroll downwards for the English version)

Ich bin zur Schlussfolgerung gelangt, dass ihr eine relativ geringe Vorstellung davon habt, was sich hinter mir, als Autorin dieses Blogs, verbirgt. Dies versuche ich im Folgenden zu ändern, damit wir auf gleicher Augenhöhe zueinander stehen können:

Ich habe eigentlich viel zu lange mit der Entstehung der »Traumlektuere« gewartet und sogar bis zur letzten Minute gezögert, ob ich eine Bereicherung in dieser Hinsicht sein kann – seit meinem ersten spontanen Klartraum im Jahre 2000. Aber, wie heißt das Sprichwort so schön:

Wenn der Schüler bereit ist, kommt der Lehrer.

Erst musste ich ungezwungen träumen, studieren, fliegen, reisen und arbeiten, eine Familie gründen, … eben das Leben leben. Als ich jedoch ein wenig zur Ruhe kam und in die hintersten Winkel meines Inneren hineinhorchte, während ich zur Abwechslung einige Jahre am gleichen Fleck und ohne Arbeitshektik daheim mit Kind meine Stunden weilte … realisierte ich, dass diese Thematik schon viel zu lange im Hintergrund auf mich wartete.

Wozu hatte ich damals zum ersten Mal klargeträumt? Wozu die letzten Jahre so viel darüber gelernt und gelesen? Welchen Nutzen hätte es für meine Umwelt, wenn ich mein Wissen und Erfahrungen für mich behalten würde?

Und so hat sich der »richtige Augenblick« eben erst jetzt, 2016, ergeben – nach 14 Jahren »Klartraum-Spontanität«, die der zweijährigen Kontrolle darauf und schließlich dem Vertrauen und Loslassen innerhalb der Traumwelt gewichen sind.
Mein Zielleser war in erster Linie ich selbst, d.h. mein 17-jähriges Ich, als ich meinen ersten Klartraum erleben durfte: Ich wurde plötzlich in einem schier endlosen Korridor eines Krankenhauses luzide –
»Das ist ein Traum!«, sagte ich mir mit einer 100-prozentigen Überzeugung. Von Realitätstests wusste ich damals nicht viel, deduzierte aber eine geeignete Alternative daraus:

»Gut, wenn das hier ein Traum ist, dann kann ich jetzt auch fliegen.«

Ich erhob mich in die Lüfte und schwebte ewig in diesem steril-weißen Gang mit unzähligen Türen und undurchsichtigen Fenstern, bis ich schließlich aufwachte.

Könnt ihr euch daran erinnern, wie es damals war, 17 zu sein?

Abgesehen von den Lesern, die dieses Alter noch vor sich haben oder gerade erreicht haben. Dies sollte mein idealer Leser werden, als ich mich zum ersten Mal ans Bloggen setzte. Ich mit 17, mit erstem Klartraum im Gepäck und ohne jegliche Ahnung, weil Internet damals keine Selbstverständlichkeit war und ansprechende Literatur erst in den folgenden Jahren dazu verfasst werden sollte. Ich mache mir immer wieder klar, wie gut wir es in dieser Hinsicht heute haben und uns zusätzlich in themenspezifischen Foren und Treffen austauschen können.

Also schrieb ich in diesem Blog Texte, die meinem ratlosen Ich damals geholfen hätten.

Aus diesem Grund stützte ich mich auf einen Mix aus einem teils belehrenden Stil und einer lockeren Schreibweise:

Mit 17 ist man NEUGIERIG aufs Leben, saugt Wissen wie ein Schwamm auf, experimentiert und lernt gerne Neues sowie ist bereits in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, ohne dass man auf wissenschaftliches Schreiben »erpicht ist«. Wenn man die Chance dazu bekommt.

Auf diese Weise entstanden die hoffentlich authentisch wirkenden Einträge und sämtliche Rezensionen, die ich in den Blog einschloss, unter Berücksichtigung der Fragen:

Was hätte mich damals interessiert? Was hätte ich gelesen oder mir angeschaut? Wo wäre ich hingegangen? Welche Tipps hätte ich als hilfreich gefunden? Was für Experimente hätte ich durchführen wollen? Welche Dimension hätte ich gerne mit meiner Praxis erreicht?

Die letzte Frage sollte auch meine aktuellen Erlebnisse widerspiegeln und ggf. zusätzliche Kontraste ins Gesamtkonzept einfließen lassen. Der Weg eines Klarträumers verläuft nämlich in unterschiedlichen Phasen und ändert sich, meiner Erfahrung nach, stetig.

Und insgesamt vor allem verdeutlichen, wie wir durch das Klarträumen, mit einer effektiven Traumarbeit kombiniert, die Vorgänge in unserer Seele bzw. in unserem Unterbewusstsein begreifen lernen und uns dadurch im Wachzustand Gutes tun können, im Idealfall Ausgleich und innere Entwicklung erfahren.

Die Zeit wird zeigen, inwiefern ich meinen eigenen Zielen gerecht werde … 🙂

Ich hoffe sehr, dass ihr euch diese jugendliche Wissbegier und Auffassungsgabe ebenfalls im Innern bewahrt habt, sodass ihr zu meinen »idealen Ziellesern« geworden seid bzw. zählt.

Und dass ihr jetzt in mir einen Menschen erkennt und nicht nur eine tippende Traumlektuere…  🙂

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit!

Eure Alex

My secret target reader

I have come to the conclusion that you have a relatively small idea of my personality, as the author of this blog. Consequently, I am going to try to change this in the following:

I have waited far too long with the creation of „Traumlektuere“ and even hesitated until the last minute whether I can be an enrichment in this respect – since my first spontaneous lucid dream in 2000. But, as one well-known saying tells us:

When the student is ready, the teacher arrives.

I first had to dream, study, fly, travel and work, build a family, live my life. But when I finally came to a small rest, and listened to my heart for a change, while spending several years with my child at the same spot and without doing overtime at work … I realized that this subject had been waiting too long in the background.

Why did I experience my first lucid dream? Why have I learned various lessons and read so many books about this topic in the past years? How could my environment benefit from all this if I kept my knowledge and experience for myself?

And so the „right moment“ emerged only in 2016, after fourteen years of spontaneous lucid dreaming which has given way to intentional dream control, and led to lucid surrender in the end.

My target was primarily myself, i.e. my 17-year-old self when I experienced my first lucid dream: I suddenly became lucid in an almost endless corridor of a hospital –

„That’s a dream,“ I told myself with a 100 percent conviction. I did not know anything about reality tests at that time, but deduced a suitable alternative:

„Well, if this is a dream, I can fly now.“

I rose into the air, hovering in this sterile white corridor with many doors and dark windows until I finally woke up.

Do you remember how it felt to be 17?

Apart from the readers who are of this age or have just reached it… 17 depicted my ideal reader when I started blogging. Like myself at 17, with my first lucid dream in store and without any idea what to do with it, because the Internet was not a matter of course at that time and appealing literature would only be written in the following years. I realize how lucky we are in this regard today.

So I wrote in this blog texts that would have helped my perplexed ego when I was 17 😊.

For this reason, I relied on a mixture of a partly instructive style and a loose spelling:

At the age of 17, you are CURIOUS about life, absorb knowledge like a sponge, experiment and learn new things, as well as can understand complex context.

In this way, the hopefully authentic-looking entries and all the reviews I included in the blog were created by taking into account the following questions:

What would have interested me at the age of 17? What would I have read or taken into consideration? Where would I have gone? Which pieces of advice would I have found helpful? Which experiments would I have wanted to carry out? Which dimension would I have liked to achieve with my practice?

The last question should also reflect my current experiences and possibly add new contrasts to the overall concept. From my experience, the path of a lucid dream explorer is full of different phases and changes.

And, above all, show how, using lucid dreaming, combined with a practical dream work, you learn to understand the processes in your soul or your subconscious mind, and thereby lead a better life in the waking state.

Time will show how well I can live up to my goals … 🙂

I sincerely hope that you have preserved this childlike curiosity and appreciation so that you have already become or will become my „ideal target reader.“

And that you now recognize in me a human being and not just a typing blogger about dreams 🙂

Thank you for your attention!

2 Gedanken zu “Mein geheimer Zielleser

  1. Hallo Alex, ich bin tatsächlich begeistert über deinen Blog, ich bin es schon seit Jahren gewohnt, mich im englischsprachigen Raum zu so spannenden Themen wie dem Klarträumen zu informieren, aber das, was ich auf deinem Blog bis jetzt lesen konnte, füllt schon einmal nicht unwesentlich diese Lücke im deutschsprachigen Raum. Die Erwähnung deinerseits, dass wir uns jetzt in richtig goldenen Zeiten hinsichtlich der Verbreitung von Informationen zu einem Thema, das mich als 17 Jährigen sicher auch sehr interessiert hätte, befinden, stimme ich dir zu. Ich denke auch, dass man heutzutage viel direkter an wesentliche Informationen kommen kann, vor allem an diejenigen, die wohl viele immer noch als suspekt und phantastisch ansehen würden, aber das wird sich sehr schnell ändern… Ich freue mich jedenfalls schon auf spannende Zeiten, auch was meine Klartraumerfahrungen betrifft!

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Stephan,
      danke für dein Feedback! Freut mich, eine »Lückenfüllerin« zu sein, damit bin ich meinem Blogziel schon Mal ein großes Stück näher gekommen.
      Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Klartraum-Entwicklung :). Ich kann hier nur meine eigenen Eindrücke schildern und mögliche Wege aufzeigen. Der eigentlich spannende, individuelle Weg des Lesers liegt ganz allen in dessen Hand :).

      Gefällt mir

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