Heilung im Klartraum

Ich hatte vorher keine Erfahrungen mit irgendeiner Art von Heilung im Klartraum gesammelt.  Als meine Schwester sich unerwartet einer OP unterziehen musste, wollte ich nicht nur mit Gebeten und Telefongesprächen helfen. Ich musste mir den Kopf nicht lange zermartern – wenn ihr fleißig mitliest, kennt ihr ja meine »Erinnerungsschwächen«, was Namen und Gesichter anbetrifft. Mit Ausnahme eines fotografischen Gedächtnisses in Bezug auf einst durchgeblätterte Literatur: Mir fiel sofort ein, dass in einem LDE-Magazin vom letzten Jahr das Thema »Healing Lucid Dreams« großgeschrieben wurde. Tatsächlich wurde ich im Herbstheft 2015 fündig. Emotional geladen und angeschlagen scrollte ich mich durch das entsprechende PDF-Dokument. Bald stellte ich fest, dass es bereits Klarträumer gegeben hat, die nicht nur eine Heilung an sich selbst, sondern auch an ihnen nahestehenden Personen probierten und wahrhaft unglaubliche Erfolge erzielen konnten.

Ich nahm mir wie die Versuchspersonen vor, eine Trauminkubation mit Heilungsabsicht durchzuführen.

Dazu bat ich drei Abende und Nächte lang mein Unterbewusstsein und das kollektive Unbewusste um Entgegenkommen bei meinem Anliegen.

In der Nacht, nachdem meine Schwester operiert wurde, bemühte ich mich in den frühen Morgenstunden rund 140 Minuten um einen WILD. Doch ich bewegte mich stets am Rande meines Ziels, eine leichte innere Aufregung aus Sorge um meine Schwester ließ nur massenhafte Überflutung an hypnagogischen Bildern und Szenen zu. In der nächsten Schlafphase wurde es ruhiger, was das bunte Bildertreiben anbetraf – stattdessen raste ich mehrmals durch geometrisch geschmückte Tunnel (Vortex), bis auch diese ohne Traum-Eintritt abgeklungen waren. Meine Meditation in den Schlaf gestaltete sich alles andere als ursprünglich geplant,

… bis ich mich plötzlich in der Dritten-Person-Perspektive in der dämmrigen Void stehen sah.

Ich erinnerte mich an mein Vorhaben. Ohne viel nachzudenken, streckte ich meine Arme nach oben aus und rief, so laut ich konnte:

»Ich wünsche mir Kraft und Heilung für meine Schwester!«

Was darauf geschah, entzieht sich beinahe meiner Ausdruckskraft: Eine sonnenfarbene Kugel mit einem schimmernden Scheinen und einem Durchmesser von rund 1 m senkte sich im Zeitlupentempo von oben in einer Entfernung von ca. 10 m zu mir herab. Sie verschmolz mit dem Boden. Langsam breitete sich das Leuchten wellenartig auf dem ganzen Untergrund aus, bis es mich umfasste und ich mich darin auflöste …

Als ich meine Augen öffnete, hatte ich die merkwürdige Gewissheit, dass alles gut werden würde. Die Ärzte versprachen, bei guter Genesung würde meine Schwester innerhalb der nächsten Paar Tage aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Als meine Mutter mich am späten Vormittag anrief, fiel ich aus allen Wolken, dass sie bereits daheim meine Schwester betreute! Ihr guter gesundheitlicher Zustand ließ eine frühzeitige Entlassung zu!

Inwiefern meine Schwester allein ihre Selbstheilungskräfte mobilisierte oder Kraft aus den Gebeten und Wünschen der Familie bezog bzw. mein inbrünstiges Experiment Früchte trug, wird für immer ein Geheimnis bleiben.

Aber das, was ich in jenen Sekunden / Minuten in der Void als Licht vor mir sah und fühlte, war die Energie eines göttlichen / übernatürlichen Ursprungs, das mich zutiefst ergriffen und transformiert hat. Es blieb eine Ehrfurcht in meinem Innern zurück, die ich so noch nie empfunden habe.

Eines habe ich aus meinen bisherigen Hinwendungen an das Unterbewusstsein gelernt:
Eine Traum-Inkubation lohnt sich in jedem Fall – Wenn kein Klartraum erfolgt, dann werden Wünsche im gewöhnlichen Traum realisiert. Und wenn kein WILD klappt, dann erfolgt die Verwirklichung in der Zwischenform »Void«.

Wir werden vom Unterbewussten nicht ignoriert.

Mich stimmt immer wieder nachdenklich, was eigentlich die Realität ist, die wir für unsere Wirklichkeit halten. Es muss »mehr« »da draußen« geben, was wir im Normalfall nicht mit bloßem Auge sehen können und was manchmal zu uns in Form von Wundern und bedeutsamen Träumen durchdringt…

Eure Alex

Sun

 

Quellen: Bild: © Giovanni Cancemi / Fotolia.com

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