Dream Re-entry

In meinen Anfängen als Klarträumerin kannte und wandte ich nur den »klassischen« Traum-Wiedereintritt an. Ich finde heute noch, dass diese Methode ausgezeichnet funktioniert, wenn ich nicht gerade einen Harndrang beim Aufwachen verspüre, was leider zu oft mitten in der Nacht passiert und mein dream re-entry dem länger andauernden WILD weichen muss. Ansonsten ermutige ich jeden, diese Technik zu testen, wenn …

  • ihr ein »Leichtschläfer« seid und regelmäßig spontan in der Nacht aufwacht,
  • ihr über eine mindestens gute Traumerinnerung verfügt,
  • ihr es aushält, ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen keine Flüssigkeiten zu euch zu nehmen, sodass euch ein Toilettengang erspart bleibt,
  • eure Fantasie und Visualisierungskünste gut ausgeprägt sind,
  • ihr eine einfache Klartraumtechnik ohne Zusätze oder Unterbrechungen im Schlaf wie z.B. beim WBTB  anwenden wollt,
  • ihr vergessen habt / euch nicht gelungen ist, den vergangenen Klartraum zu verlängern und in diesen wieder einsteigen möchtet.

Um einen erfolgreichen DEILD  durchzuführen …

  1. Bleibt beim Aufwachen absolut bewegungslos liegen.
  2. Visualisiert die letzte Traumszene mit allen Sinnen, konzentriert euch dabei am besten auf die kürzlich verlassene Umgebung.
  3. Erinnert euch beim Abdriften stets daran: »Ich träume, ich träume« …
  4. Macht einen Realitätstest.
    (Tuccillo, Dylan et al. 2013: Kap. 10: Dream Reentry).

Im Laufe der Zeit habe ich mich durch Auseinandersetzung mit den Werken von Robert Moss mit der schamanischen Variante des Traum-Wiedereintritts bekannt gemacht, welche ich euch im Folgenden vorstellen möchte. Ich bin inzwischen der Meinung, dass diese Technik eine sehr effektive Traumarbeit im Nachhinein ermöglicht, ohne dass man sich um Luzidität bemühen muss.

Nach den Empfehlungen des Autors ist diese Methode nützlich, wenn …

  • ihr erkennen möchtet, ob eure Traumbilder wörtlich oder symbolisch zu nehmen sind bzw. aus der Zukunft stammen,
  • ihr ein weiterführendes Gespräch mit im Traum aufgetauchten Verstorbenen / geistigen Führern sucht,
  • ihr mehr Infos zum verblassten / fragmentarischen Traumgeschehen sammeln wollt,
  • ihr den Mut aufgebracht habt gewisse Traumängste oder Alpträume zu überwinden.

Die Vorgehensweise:

  1. Wählt einen aussagekräftigen Traum / Vision / hypnagoges Bild, das euch berührt oder herausfordert.
  2. Legt vorher eure Fragen und Wünsche fest (und erinnert euch bei erfolgreicher dream re-entry daran):
    Was will ich in Erfahrung bringen?
    Was will ich unternehmen, sobald ich in den Traum zurückgekehrt bin?
  3. Entspannt euch beim Zuhören begleitender Trommelklänge. Visualisiert mit allen Sinnen die gewünschte Traumumgebung und schreitet ans Werk.

Ich habe gute Erfahrungen mit der von Robert Moss empfohlenen drumming CD / MP3 gemacht. Damit könnt ihr, wenn ihr für brainwave entrainment empfänglich seid, in eine Art Trance gleiten, die laut Autor dem hypnagogen Zustand bzw. einer REM-Phase entspricht (Moss 2010: Kap.3: Going back inside your dreams).

Allmählich habe ich die schamanische dream re-entry in meine Traumarbeit einbezogen.

Meine Tipps dazu:

  • Probiert den Traum-Wiedereintritt zu jeder Tageszeit oder vorzugsweise anstatt eines Nickerchens am Nachmittag aus. Dadurch könnt ihr schneller entspannen und somit gewünschte Erfolge eher erzielen. Voraussetzung: Nicht einschlafen! Mit Meditationserfahrung gelingt ein Traum-Wiedereintritt leichter;
  • rechnet eine ruhige halbe Stunde für die Praxis ein – ich bin meistens nach rund 20 Minuten fertig;
  • diese Fragen halte ich während der Interaktion mit dem Traum für besonders hilfreich:
    Wieso bist du (= Traumfigur) aufgetaucht?
    Was bedeutet x (Symbol, Zahl etc.)?
    Bei Vorahnungen (vorheriger Beschäftigung mit dem Traum im Wachzustand): Hat es was mit x zu tun?
    Warum hast du x getan? Was wolltest du mir damit sagen?

Nach dem Notieren meiner Ergebnisse halte ich aufkommende Assoziationen fest und lasse »walk a hypnagogic image«  zur Entfaltung kommen.
Falls ich genug Zeit habe, meditiere ich zusätzlich direkt darauf und bitte mein Unterbewusstsein um weitere »hypnagoge Einsichten«. Vorteilhaft, da ich mich nicht zusätzlich entspannen muss. Ich nehme an, was an Bildern etc. zu mir durchkommt.

Ich empfehle euch, eine dream re-entry bei wiederkehrenden Träumen, offenen Fragen, und nagenden Traum-Ereignissen zu versuchen. Schon ein winziges einzelnes Traum-Fragment mit Bezug auf die Ortschaft genügt.

Das Wichtigste, was ich euch dabei auf den Weg geben möchte:

Vertraut eurer Intuition!

Vielleicht kommt euch diese Methode eigenartig vor:
Wen befrage ich hier überhaupt, wie zuverlässig sind die erhaltenen Infos …?

Meine Schlussfolgerung lautet hier:

Auch wenn ihr hier bloß mit euch selbst spricht, die intuitive Stimme hat stets unser Wohl im Sinn und führt im Normalfall zu keiner Selbstzerfleischung.

Bisher konnte ich nur Positives aus dieser Praxis schöpfen und Harmonie im Inneren wieder herstellen. Ich erhielt Trost, begriff zunächst unverständliche Zusammenhänge.

Ich finde, dass eine dream re-entry eine therapeutische Wirkung mit Heilung im Innern als Resultat aufweisen kann.

Und geht es nicht letztendlich vor allem darum im Wachzustand?

Seelenfrieden und Ausgeglichenheit, um das Leben wacker meistern zu können?

Eine erfolgreiche Rückkehr in eure Träume!
Eure Alex

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music.

Historical Assyrian relief of musician with drum playing music. Exhibition of artifacts in Pergamon Museum, Berlin.

 

Quellen: Bild: © radiokafka / Fotolia.com

Moss, Robert (2010): The Three »Only« Things: Tapping the Power of Dreams, Coincidence & Imagination, [Kindle Edition], New World Library, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].
Tuccillo, Dylan, Jared Zeizel und Thomas Peisel (2013): A Field Guide to Lucid Dreaming: Mastering the Art of Oneironautics, [Kindle Edition], New York: Workman Publishing Company, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 23.06.2016].

Faszination Traumfiguren

stickman question solution red

Ich liebe es, mit Klartraumfiguren zu sprechen oder auf telepathischem Wege eine Unterhaltung mit Lebewesen im Klartraum aufzunehmen. In meinen ersten luziden Träumen tat ich oft nichts anderes, so beeindruckt war ich von deren facettenreichen Antworten:

Von dumm bis klug, von schroff bis boshaft, von passend wie daneben – die Reaktion einer Traumfigur ist oft unberechenbar.

Im Besonderen ist mir die erste Begegnung mit meinem Höheren Selbst in Erinnerung geblieben: Es hatte sich auf meinen Wunsch hin plötzlich in großer Entfernung als ein tibetischer Mönch auf einem Barhocker manifestiert, der sich zu mir drehte. Ich weiß gar nicht mehr, worüber wir sprachen – aber ich habe selten so viel Harmonie im Herzen beim Aufwachen gespürt. Es war nur noch der vage Gedanke vorhanden, dass mir mein Höheres Selbst auf irgendeine Weise Mut spendete, was sich anschließend in den Wachzustand übertrug und Seelenfrieden ermöglichte. Heute suche gezielt diesen Kontakt, wenn ich einen Rat oder Trost brauche. Auch kommt gelegentlich mein „Guardian“ unerwartet von allein ins Traumgeschehen, um beispielsweise meinem Lebensstand und Zukunftsplänen zu lauschen sowie seine Meinung dazu abzugeben.

Mit Traumfiguren ein Gespräch zu beginnen, kann durchaus (unangenehme, aber notwendige!) Arbeit an sich selbst nach sich ziehen. Und uns hoffentlich zu besseren Menschen in der physischen Realität machen.

Ich wundere mich stets über das Ausdrucksvermögen der einen oder anderen Traumfigur, die mir über den Weg läuft. Ein Beispiel: Ich nutzte ein kleines Fenster als Portal, das mich auf eine große Freizeitfläche in einem Park führte. Dutzende von Traumfiguren tummelten sich darauf. Ich ging auf eine damenhaft dreinblickende von ihnen zu und stellte die schlichteste aller Fragen:

»Was stellst du dar?«

Da Traumfiguren oft Aspekte unserer Selbst darstellen, wunderte ich mich nicht, dass diese Traumfigur in irgendeiner Weise mit mir in Verbindung stand. Wohl aber über ihre exquisite Wortwahl:

»Dein Musterpaarzugehörigkeitsverhalten.«

Ich liebe die deutsche Sprache, weil ein einziger deutscher Begriff einen ganzen Satz in einer anderen Sprache benötigen würde. Ich schrieb mir diesen wie auch die späteren »Wort-Schmankerl« aus meinen Konversationen mit Traumfiguren auf.

Auch will ich euch nicht vorenthalten, wie ich einst die Begegnung mit meinem Höheren Selbst »offen inkubierte«. Ich wollte ursprünglich meinem Höheren Selbst begegnen, das ich bereits in verschiedenen Gestalten kannte, z. B. in Form eines bereits erwähnten Mönches oder eines recht pfiffigen Kindes.
Dazu nutzte ich eine gelegen aufgetauchte Tür zum Verlassen der heimischen Umgebung und stand plötzlich in einem großen Wohnzimmer mit zig Traumfiguren, die zwar alle über ein gleiches Aussehen, aber mit Abweichungen verfügten: die eine war dünn, die andere dick, die eine schaute sauer, die andere liebenswert, die eine drehte Däumchen, die andere schaute sehr nachdenklich etc. Ich machte ein Interview daraus, das mir heute noch viele Lächeln ins Gesicht zaubert. Ich ging alle Figuren durch und fragte jede einzelne von ihnen:

»Wofür stehst du?«

Ich werde euch hier nicht ganz genau aufzählen, was für abwechslungsreiche Charaktereigenschaften ich habe, aber eines stand damals für mich fest:
Ich habe ein sehr reiches Innenleben. Und nicht immer sind die Aspekte meiner Selbst lobenswert.

Probiert es Mal aus. Wie fühlt es sich an, wenn euch eine Traumfigur direkt ins Gesicht beichtet, dass sie z. B. eure »Bequemlichkeit« personifiziert? Die Unterhaltung verlief gnadenlos ehrlich. Und ich hatte nebenher auch einige positive Seiten an mir wiederentdeckt.1

Wie wünscht man bestimmte Traumfiguren im Klartraum zu sich herbei oder kreiert sie?
Meine Techniken, die jeder Klarträumer kennen sollte und die ich aus Rebecca Turners empfehlenswerten Kurs »Lucid Dreaming Fast Track« lernte:

1. Einfach und bewährt – abseits des Sehfeldes begegnen:

  •  Umdrehen. Dabei am besten laut aussprechen: Ich drehe mich um und sehe X / dort steht x usw.;
  • mit einer bestimmten Traumfigur hinter einer Tür / Ecke usw. rechnen.

2. Für Geübte:

  • Einfach an den Traum rufen und das Ergebnis erwarten: Zeig mir x!;

Aber passt auf und seid rücksichtsvoll, mit welchen Worten ihr euch jemand herbeiwünscht: Als ich mich ein Mal nach dem Aussprechen meines Wunsches siegessicher umdrehte, stürzte die Traumfigur direkt vom Himmel in meiner Nähe herab.

Deren schockierten Gesichtsausdruck kann ich heute noch auf Abruf mit dem geistigen Auge sehen… 😉

Manchmal mache ich mir einen Spaß daraus, bestehende Traumfiguren, besonders wenn sie in Bewegung sind, beim Vorbeigehen zu verwandeln. Seid kreativ – gestaltet die Traumfigur z.B. direkt beim Aussteigen aus einem Auto um…

Wie gut klappt es? Wie überrascht sind die Traumfiguren und deren Begleiter?

Gelegentlich entsprechen die erschaffenen Traumfiguren nicht den eigenen Vorstellungen. Dann könnt ihr sie folgendermaßen ausbessern:

  • shape up: Wenn ich mich umdrehe, siehst du wie die perfekte Kopie von x aus…

Ich hoffe, ich konnte euch den Umgang mit Traumfiguren etwas schmackhafter machen.

Auch wenn ich sie eher ungern zum Beantworten wichtiger Lebensfragen heranziehe, experimentiere ich vereinzelt auch in die andere Richtung und stelle ihnen sehr »philosophische oder rhetorische Fragen«.
Beispiel: Ich befand mich in einer Umbruchphase im Wachleben und wollte im Traum die Antwort auf »Was ist der Sinn meines Lebens?« entdecken. Dazu wollte ich eine »möglichst intelligent und erfahren wirkende Figur« befragen.
Schließlich fiel mir eine sehr alte Frau ins Auge, die nach altertümlicher Art an einem Felsen Kleidung im Meer wusch. Ich kam vorsichtig auf sie zu und stellte meine Frage, auf die ich mir eine richtungsweisende Reaktion erhoffte…

»Das, was du dir für dein Leben aussuchst.«

Erst im Nachhinein bin ich mir darüber klar geworden, wie tiefsinnig diese schroff formulierte Antwort war:

Wir sind alle unseres Schicksals Schmiede. Und dazu in der Lage, durch Luzidität unserer Gedanken im Alltag die eigenen Erlebnisse in Gegenwart und Zukunft zu programmieren.

Wenn der ehrwürdige »Schelm« nicht ab und zu mit Zufällen auch seine Fäden ziehen und unsere damit durcheinanderbringen würde…

Aber das liegt wiederum abseits unserer Kontrolle, was das Leben noch spannender macht 😉

Schöne luzide Unterhaltungen!
Eure Alex

Quellen: Bild: © Matthias Enter / Fotolia.com

1.Die Erfahrung war daher insgesamt gerade noch zu verkraften 😉

Mein geheimer Zielleser

Traumlektuere

(Scroll downwards for the English version)

Ich bin zur Schlussfolgerung gelangt, dass ihr eine relativ geringe Vorstellung davon habt, was sich hinter mir, als Autorin dieses Blogs, verbirgt. Dies versuche ich im Folgenden zu ändern, damit wir auf gleicher Augenhöhe zueinander stehen können:

Ich habe eigentlich viel zu lange mit der Entstehung der »Traumlektuere« gewartet und sogar bis zur letzten Minute gezögert, ob ich eine Bereicherung in dieser Hinsicht sein kann – seit meinem ersten spontanen Klartraum im Jahre 2000. Aber, wie heißt das Sprichwort so schön:

Wenn der Schüler bereit ist, kommt der Lehrer.

Erst musste ich ungezwungen träumen, studieren, fliegen, reisen und arbeiten, eine Familie gründen, … eben das Leben leben. Als ich jedoch ein wenig zur Ruhe kam und in die hintersten Winkel meines Inneren hineinhorchte, während ich zur Abwechslung einige Jahre am gleichen Fleck und ohne Arbeitshektik daheim mit Kind meine Stunden weilte … realisierte ich, dass diese Thematik schon viel zu lange im Hintergrund auf mich wartete.

Wozu hatte ich damals zum ersten Mal klargeträumt? Wozu die letzten Jahre so viel darüber gelernt und gelesen? Welchen Nutzen hätte es für meine Umwelt, wenn ich mein Wissen und Erfahrungen für mich behalten würde?

Und so hat sich der »richtige Augenblick« eben erst jetzt, 2016, ergeben – nach 14 Jahren »Klartraum-Spontanität«, die der zweijährigen Kontrolle darauf und schließlich dem Vertrauen und Loslassen innerhalb der Traumwelt gewichen sind.
Mein Zielleser war in erster Linie ich selbst, d.h. mein 17-jähriges Ich, als ich meinen ersten Klartraum erleben durfte: Ich wurde plötzlich in einem schier endlosen Korridor eines Krankenhauses luzide –
»Das ist ein Traum!«, sagte ich mir mit einer 100-prozentigen Überzeugung. Von Realitätstests wusste ich damals nicht viel, deduzierte aber eine geeignete Alternative daraus:

»Gut, wenn das hier ein Traum ist, dann kann ich jetzt auch fliegen.«

Ich erhob mich in die Lüfte und schwebte ewig in diesem steril-weißen Gang mit unzähligen Türen und undurchsichtigen Fenstern, bis ich schließlich aufwachte.

Könnt ihr euch daran erinnern, wie es damals war, 17 zu sein?

Abgesehen von den Lesern, die dieses Alter noch vor sich haben oder gerade erreicht haben. Dies sollte mein idealer Leser werden, als ich mich zum ersten Mal ans Bloggen setzte. Ich mit 17, mit erstem Klartraum im Gepäck und ohne jegliche Ahnung, weil Internet damals keine Selbstverständlichkeit war und ansprechende Literatur erst in den folgenden Jahren dazu verfasst werden sollte. Ich mache mir immer wieder klar, wie gut wir es in dieser Hinsicht heute haben und uns zusätzlich in themenspezifischen Foren und Treffen austauschen können.

Also schrieb ich in diesem Blog Texte, die meinem ratlosen Ich damals geholfen hätten.

Aus diesem Grund stützte ich mich auf einen Mix aus einem teils belehrenden Stil und einer lockeren Schreibweise:

Mit 17 ist man NEUGIERIG aufs Leben, saugt Wissen wie ein Schwamm auf, experimentiert und lernt gerne Neues sowie ist bereits in der Lage, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, ohne dass man auf wissenschaftliches Schreiben »erpicht ist«. Wenn man die Chance dazu bekommt.

Auf diese Weise entstanden die hoffentlich authentisch wirkenden Einträge und sämtliche Rezensionen, die ich in den Blog einschloss, unter Berücksichtigung der Fragen:

Was hätte mich damals interessiert? Was hätte ich gelesen oder mir angeschaut? Wo wäre ich hingegangen? Welche Tipps hätte ich als hilfreich gefunden? Was für Experimente hätte ich durchführen wollen? Welche Dimension hätte ich gerne mit meiner Praxis erreicht?

Die letzte Frage sollte auch meine aktuellen Erlebnisse widerspiegeln und ggf. zusätzliche Kontraste ins Gesamtkonzept einfließen lassen. Der Weg eines Klarträumers verläuft nämlich in unterschiedlichen Phasen und ändert sich, meiner Erfahrung nach, stetig.

Und insgesamt vor allem verdeutlichen, wie wir durch das Klarträumen, mit einer effektiven Traumarbeit kombiniert, die Vorgänge in unserer Seele bzw. in unserem Unterbewusstsein begreifen lernen und uns dadurch im Wachzustand Gutes tun können, im Idealfall Ausgleich und innere Entwicklung erfahren.

Die Zeit wird zeigen, inwiefern ich meinen eigenen Zielen gerecht werde … 🙂

Ich hoffe sehr, dass ihr euch diese jugendliche Wissbegier und Auffassungsgabe ebenfalls im Innern bewahrt habt, sodass ihr zu meinen »idealen Ziellesern« geworden seid bzw. zählt.

Und dass ihr jetzt in mir einen Menschen erkennt und nicht nur eine tippende Traumlektuere…  🙂

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit!

Eure Alex

My secret target reader

I have come to the conclusion that you have a relatively small idea of my personality, as the author of this blog. Consequently, I am going to try to change this in the following:

I have waited far too long with the creation of „Traumlektuere“ and even hesitated until the last minute whether I can be an enrichment in this respect – since my first spontaneous lucid dream in 2000. But, as one well-known saying tells us:

When the student is ready, the teacher arrives.

I first had to dream, study, fly, travel and work, build a family, live my life. But when I finally came to a small rest, and listened to my heart for a change, while spending several years with my child at the same spot and without doing overtime at work … I realized that this subject had been waiting too long in the background.

Why did I experience my first lucid dream? Why have I learned various lessons and read so many books about this topic in the past years? How could my environment benefit from all this if I kept my knowledge and experience for myself?

And so the „right moment“ emerged only in 2016, after fourteen years of spontaneous lucid dreaming which has given way to intentional dream control, and led to lucid surrender in the end.

My target was primarily myself, i.e. my 17-year-old self when I experienced my first lucid dream: I suddenly became lucid in an almost endless corridor of a hospital –

„That’s a dream,“ I told myself with a 100 percent conviction. I did not know anything about reality tests at that time, but deduced a suitable alternative:

„Well, if this is a dream, I can fly now.“

I rose into the air, hovering in this sterile white corridor with many doors and dark windows until I finally woke up.

Do you remember how it felt to be 17?

Apart from the readers who are of this age or have just reached it… 17 depicted my ideal reader when I started blogging. Like myself at 17, with my first lucid dream in store and without any idea what to do with it, because the Internet was not a matter of course at that time and appealing literature would only be written in the following years. I realize how lucky we are in this regard today.

So I wrote in this blog texts that would have helped my perplexed ego when I was 17 😊.

For this reason, I relied on a mixture of a partly instructive style and a loose spelling:

At the age of 17, you are CURIOUS about life, absorb knowledge like a sponge, experiment and learn new things, as well as can understand complex context.

In this way, the hopefully authentic-looking entries and all the reviews I included in the blog were created by taking into account the following questions:

What would have interested me at the age of 17? What would I have read or taken into consideration? Where would I have gone? Which pieces of advice would I have found helpful? Which experiments would I have wanted to carry out? Which dimension would I have liked to achieve with my practice?

The last question should also reflect my current experiences and possibly add new contrasts to the overall concept. From my experience, the path of a lucid dream explorer is full of different phases and changes.

And, above all, show how, using lucid dreaming, combined with a practical dream work, you learn to understand the processes in your soul or your subconscious mind, and thereby lead a better life in the waking state.

Time will show how well I can live up to my goals … 🙂

I sincerely hope that you have preserved this childlike curiosity and appreciation so that you have already become or will become my „ideal target reader.“

And that you now recognize in me a human being and not just a typing blogger about dreams 🙂

Thank you for your attention!

Rezension „Dream Yoga: Illuminating Your Life Through Lucid Dreaming and the Tibetan Yogas of Sleep“

e-Reader and coffee on a table

Wenn bei euch beim Begriff „Traum Yoga“ sich die Mundwinkel kräuseln und die Augenbrauen mit leichtem Hauch an Skeptizismus in die Höhe schießen…

Bitte ich euch trotzdem weiter zu lesen, denn diese fundamentale Praxis besteht nicht nur aus „unerreichbarem“, „unverständlichem“ Stoff mit esoterischem Nachgeschmack.

Ich habe mir das Werk über Traum Yoga von Andrew Holecek, einem spirituellen Lehrer mit ursprünglich naturwissenschaftlichem Hintergrund (!) zu Gemüte geführt.

Ganz besonders hat mir der Ansatz des Autors gefallen, der einen gelungenen Versuch unternimmt, das westliche Phänomen des Klarträumens mit dem tibetischen Buddhismus in Beziehung zu setzen:

Er betrachtet den menschlichen Geist als Labor zum Studium der Psyche mit Hilfe von Erforschung der eigenen Träume. Das Ziel kristallisiert sich allmählich heraus und man wird schließlich zu einem „spirituellen Oneironaut“.

Doch was versteht der Autor unter einem „spirituellen“ Oneironaut?

Unter diesem „merkwürdig klingenden Wesen“ verbirgt sich eine Person, die das Klarträumen nicht nur zur reinen virtuellen Wirklichkeit degradieren möchte, sondern stattdessen die Natur des Geistes und der Realität ergründen will. 

Ein hohes und durchaus erstrebenswertes Ziel, nicht wahr?

Andrew Holecek beweist, dass beide Praktiken, sowohl westlich als auch traditionell östlich, parallel nebeneinander praktiziert werden können.  Ich war vor allem von der Fülle der praktischen Beispiele und Übungen angetan, was Visualisierungen oder Meditationsmöglichkeiten anbetrifft. Der Schreibstil ist lebhaft, zugänglich und gut verständlich. Ich persönlich stufe den Autor zwischen den themenübergreifenden Werken von Alan Wallace und Tenzin Wangyal Rinpoche ein – mit der Ergänzung, dass diese Publikation eine noch klarere Botschaft vermittelt und insgesamt anhand der zahlreichen praktischen Anregungen noch mehr in die Tiefe als die Vorgänger geht.

Mich als „Nicht-Buddhistin“1 reizt die Chance, einige der vorgestellten Übungen in Zukunft auszuprobieren, ohne vollständig in die sehr von klassischer Glaubensrichtung abweichenden Traditionen des tibetischen Traum Yoga eintauchen zu müssen. Da ich mich zur Zeit auf einem „experimentellen Pfad“ der Selbstfindung befinde, lasse ich mich gerne von Menschen inspirieren, die ihr Werk perfekt beherrschen und mit deren Unterstützung ich meine Innenwelt im Traum intensiver erleben und erkunden kann.

Wenn auch ihr offen für Neues mit Tiefgang seid, dann passt dieses Buch in diesen Kontext ausgezeichnet und liefert wertvolle Informationen auf eurem persönlichen Werdegang im Klartraum.

Denn, wer weiß? Vielleicht ist diese Richtung genau etwas für euch und es gelingt euch, den Geist so weit „meditativ zu stretchen“, dass ihr das höchste Ziel im tibetischen Traum Yoga erreicht? Ich muss zugeben, dass mich der Gedanke, einem Buddha ähnlich „zu erwachen“ und einen „clear-light mind“ zu erlangen, in Theorie sehr fasziniert hat.

Ich empfehle dieses Buch für Interessierte und Praktizierende. Es nimmt einen der Ehrenplätze in meinem Kindle-Regal ein 🙂2

Eure Alex

1.Ich bin eine waschechte Katholikin 🙂

2.Technisch betrachtet ist es am Kindle nicht möglich, aber ich denke, ihr wisst, wie das als Metapher gemeint ist 😉

Quellen: Bild: © only4denn / Fotolia.com

Holecek, Andrew (2016): Dream Yoga: Illuminating Your Life Through Lucid Dreaming and the Tibetan Yogas of Sleep, [Kindle Edition], Sounds True, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 04.07.2016].

Heilung im Klartraum

Ich hatte vorher keine Erfahrungen mit irgendeiner Art von Heilung im Klartraum gesammelt.  Als meine Schwester sich unerwartet einer OP unterziehen musste, wollte ich nicht nur mit Gebeten und Telefongesprächen helfen. Ich musste mir den Kopf nicht lange zermartern – wenn ihr fleißig mitliest, kennt ihr ja meine »Erinnerungsschwächen«, was Namen und Gesichter anbetrifft. Mit Ausnahme eines fotografischen Gedächtnisses in Bezug auf einst durchgeblätterte Literatur: Mir fiel sofort ein, dass in einem LDE-Magazin vom letzten Jahr das Thema »Healing Lucid Dreams« großgeschrieben wurde. Tatsächlich wurde ich im Herbstheft 2015 fündig. Emotional geladen und angeschlagen scrollte ich mich durch das entsprechende PDF-Dokument. Bald stellte ich fest, dass es bereits Klarträumer gegeben hat, die nicht nur eine Heilung an sich selbst, sondern auch an ihnen nahestehenden Personen probierten und wahrhaft unglaubliche Erfolge erzielen konnten.

Ich nahm mir wie die Versuchspersonen vor, eine Trauminkubation mit Heilungsabsicht durchzuführen.

Dazu bat ich drei Abende und Nächte lang mein Unterbewusstsein und das kollektive Unbewusste um Entgegenkommen bei meinem Anliegen.

In der Nacht, nachdem meine Schwester operiert wurde, bemühte ich mich in den frühen Morgenstunden rund 140 Minuten um einen WILD. Doch ich bewegte mich stets am Rande meines Ziels, eine leichte innere Aufregung aus Sorge um meine Schwester ließ nur massenhafte Überflutung an hypnagogischen Bildern und Szenen zu. In der nächsten Schlafphase wurde es ruhiger, was das bunte Bildertreiben anbetraf – stattdessen raste ich mehrmals durch geometrisch geschmückte Tunnel (Vortex), bis auch diese ohne Traum-Eintritt abgeklungen waren. Meine Meditation in den Schlaf gestaltete sich alles andere als ursprünglich geplant,

… bis ich mich plötzlich in der Dritten-Person-Perspektive in der dämmrigen Void stehen sah.

Ich erinnerte mich an mein Vorhaben. Ohne viel nachzudenken, streckte ich meine Arme nach oben aus und rief, so laut ich konnte:

»Ich wünsche mir Kraft und Heilung für meine Schwester!«

Was darauf geschah, entzieht sich beinahe meiner Ausdruckskraft: Eine sonnenfarbene Kugel mit einem schimmernden Scheinen und einem Durchmesser von rund 1 m senkte sich im Zeitlupentempo von oben in einer Entfernung von ca. 10 m zu mir herab. Sie verschmolz mit dem Boden. Langsam breitete sich das Leuchten wellenartig auf dem ganzen Untergrund aus, bis es mich umfasste und ich mich darin auflöste …

Als ich meine Augen öffnete, hatte ich die merkwürdige Gewissheit, dass alles gut werden würde. Die Ärzte versprachen, bei guter Genesung würde meine Schwester innerhalb der nächsten Paar Tage aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Als meine Mutter mich am späten Vormittag anrief, fiel ich aus allen Wolken, dass sie bereits daheim meine Schwester betreute! Ihr guter gesundheitlicher Zustand ließ eine frühzeitige Entlassung zu!

Inwiefern meine Schwester allein ihre Selbstheilungskräfte mobilisierte oder Kraft aus den Gebeten und Wünschen der Familie bezog bzw. mein inbrünstiges Experiment Früchte trug, wird für immer ein Geheimnis bleiben.

Aber das, was ich in jenen Sekunden / Minuten in der Void als Licht vor mir sah und fühlte, war die Energie eines göttlichen / übernatürlichen Ursprungs, das mich zutiefst ergriffen und transformiert hat. Es blieb eine Ehrfurcht in meinem Innern zurück, die ich so noch nie empfunden habe.

Eines habe ich aus meinen bisherigen Hinwendungen an das Unterbewusstsein gelernt:
Eine Traum-Inkubation lohnt sich in jedem Fall – Wenn kein Klartraum erfolgt, dann werden Wünsche im gewöhnlichen Traum realisiert. Und wenn kein WILD klappt, dann erfolgt die Verwirklichung in der Zwischenform »Void«.

Wir werden vom Unterbewussten nicht ignoriert.

Mich stimmt immer wieder nachdenklich, was eigentlich die Realität ist, die wir für unsere Wirklichkeit halten. Es muss »mehr« »da draußen« geben, was wir im Normalfall nicht mit bloßem Auge sehen können und was manchmal zu uns in Form von Wundern und bedeutsamen Träumen durchdringt…

Eure Alex

Sun

 

Quellen: Bild: © Giovanni Cancemi / Fotolia.com

Rezension „Painting Doors“

Ganz aufgeregt entdeckte ich die Painting Doors-DVD heute im Briefkasten!

Dabei handelt es sich um einen dokumentarischen Kurzfilm zum Klarträumen.

Erst einmal – Kompliment an das Team und die Schauspieler.

Ich war sehr positiv überrascht, wie viel Klartraum-Wissen hier in nur rund 14 Minuten kompakt präsentiert und lebhaft auf den Punkt gebracht werden. 

Der Einstieg in die Materie gestaltet sich im wahrsten Sinne des Wortes „rasant“.1 

Im Laufe der Doku kommen namhafte Gäste zu Wort:

Dr. Clare Johnson: Eine der maßgebenden Klartraumforscherinnen unserer Zeit. Ich bin besonders von ihren Arbeiten zur Kreativität im Klartraum begeistert. Auch teile ich ihre Passion für die „lucid void“2, die hier mit eindrucksvollen Spezialeffekten dargestellt wird. Im Zuge der zwischendurch eingeblendeten Interviews, die mit einigen „abgefahrenen“ Traumszenen unterstrichen werden, führt sie an das Phänomen des Klarträumens heran und betont die bereichernden Möglichkeiten abseits des „Standardbestrebungen“ eines „gewöhnlichen luziden Träumers“.

Simon Rausch: Wenn ihr fleißig mitliest – ich habe ja bereits über Simon geschrieben – über seinen anregenden Vortrag und seine überzeugenden Werke zum Klarträumen. Simon gehört zum Stichwort Klarträumen in Deutschland wie die Butter aufs Brot.3  Er und Clare Johnson ergänzen sich gekonnt in ihren Aussagen in Bezug auf die Freiheit, Kreativität und persönlichen Wachstum im Klartraum.

Melanie Schädlich: Psychologin und Traumforscherin.4 Sie schildert Klartraumerlebnisse sowohl aus eigener Erfahrung als auch aus der Forschung und betont die Wichtigkeit der Realitätstests.

Ich liebe „Making Ofs“, weil sie immer wieder verdeutlichen, wie viel Schweißarbeit (und Spaß!) hinter einem Film steckt. Hier blickt ihr ein wenig hinter die Kulissen und bekommt die Möglichkeit, das talentierte Team und ihre Einsatzgebiete kennen zu lernen sowie ihnen bei der Gestaltung der Traumszenen über die Schulter zu blicken.

Beim Hören des Soundtracks gleitete ich wie auf einer Ozean-Welle – von stürmisch bis verträumt, insgesamt märchenhaft süß mit der unbestimmten Vorahnung, was auf mich als Nächstes zukommen mag… Ich liebe es.

Ich wünsche mir, dass es in Zukunft mehr von solchen Unternehmungen, das Phänomen des Klarträumens filmisch zu dokumentieren, gibt.

Denn wie das Klarträumen an sich ein unerschöpfliches Diskussionsthema darstellt, lassen sich entsprechend unendlich viele Sequenzen dazu drehen, wenn die Zusammensetzung stimmt.

Was hier definitiv der Fall ist.

Eure Alex

1.Um meinen Aussagen komplett folgen zu können, müsst ihr euch den Film natürlich holen und anschauen, was sich in jedem Fall lohnt 🙂 Ich bemühe mich, im Folgenden keine „schlimmen“ Spoiler einzubauen.

2.Im Beitrag am Wochenende berichte ich euch über eines meiner ergreifendsten Erlebnisse in der Void.

3.Ich hoffe, ihr habt alle seinen Auftritt bei Planet Wissen gestern verfolgt? Wenn verpasst – holt es online unbedingt nach!

4.Ich wage mich daran zu erinnern, mindestens eines ihrer Klartraumberichte in der Rubrik „In Your Dreams“ des LDE gelesen zu haben…

PD

Trauminkubation auf Lebensfragen

Gibt es in eurem Leben etwas von solch enormer Wichtigkeit, dass eure Gedanken ständig darum kreisen?

Mein Rat – versucht einen (Klar-) Traum dazu zu inkubieren, um an aufschlussreiche Informationen zu gelangen.

Dass Trauminkubation in vielen Fällen funktioniert, wurde in zahlreichen Beispielen anhand von Berichten bekannter Erfinder belegt. Es gibt geschichtliche Nachweise, die die Wirksamkeit dieses Phänomens unterstreichen. Darüber wurden Einleitungen und Bücher geschrieben, das erspare ich euch hier, um mich nicht unnötig zu wiederholen.

Stattdessen stelle ich euch die meiner Meinung nach gelungenste Vorgehensweise zu einer Trauminkubation vor – von Amy Brucker, einer schamanischen Traumexpertin mit einem beeindruckenden Blog:

  • 1. Intention festlegen. Ich will über X träumen … ich brauche einen Rat / Klarheit in Bezug auf …
  • Beispiele: präzise formulierte Fragen: Entscheidungsfragen aller Art und alle Richtungen betreffend ; Kreativitätsfragen, aktuelle Tätigkeiten und Bestrebungen betreffend bzw. offene Fragen: Karriere-Fragen = Soll ich x zum Beruf machen? Was soll ich als Nächstes tun?
  • Ggf. Freewriting durchführen – den Gedanken auf Papier freien Lauf lassen und mit Brainstorming auf den Kern treffen;
  • 2. Anliegen vor dem Einschlafen durchgehen und eine Antwort ehrlich herbeisehnen;
  • 3. Traum deuten, auf mögliche metaphorische bzw. symbolische Aussagen achten. Die Antwort muss sich nicht direkt oder offensichtlich zeigen.
  • Ggf. weiter geduldig inkubieren (mehrere Tage hintereinander, 2 Wochen bis Monate auf wichtige zugehörige Themen in Träumen achten)
  • 4. Achtsam durch den Alltag schreiten: auf Signale des Universums achten, die in Form von …
  • auffälligen Begebenheiten,
  • vielsagenden Texten,
  • Radiosongs / Videos und weiteren Medieninhalten,
  • Unterhaltungen,
  • intuitiven Antworten auftreten könnten.

Diese Methode funktioniert bei mir bestens. Oftmals schon am nächstfolgenden Tag, wenn auch ihr diese Tatsache beherzigt:

Das Trauminkubations-Thema muss euch BEWEGEN, wie nichts anderes im Moment. Eure Gedankenwelt muss durchtränkt sein vom Wunsch, Unterstützung vom Unterbewusstsein / Universum zu erhalten.

Zumeist bereite ich mich im Verlauf des gesamten Tages auf die Trauminkubation in der folgenden Nacht vor: Ich setzte mich gedanklich mit meiner Frage auseinander, meditiere drüber oder frage direkt bzw. unbestimmt mir nahestehende Personen um Rat. Auch bitte ich um Führung und Zeichen seitens des Himmels. 

Ihr wisst selbst am besten, an wen ihr euch wenden könnt. Ich möchte hier keine Religion propagieren.

Ihr könnt gerne einen Aufsatz über eure Herzensangelegenheit verfassen.

Beschreibt Schritt für Schritt, wie sich der gewünschte Traum entfalten soll. Achtet auf die Details.

Ich persönlich bevorzuge die „offene Variante“:

Ich stelle die mich quälende Frage und lasse mich überraschen von dem, was kommt.

Das Unterbewusstsein ist sehr kreativ.

Wenn ihr ihm gegenüber aufgeschlossen bleibt, wird es sich bei euch melden.

In erster Linie bemühe ich mich um eine anschließende Luzidität im Traum. Vorher lege ich mein Ziel fest:

Was will ich im Klartraum erreichen? Welche Fragen will ich äußern? An wen will ich mich zuerst wenden?

Anschließend versuche ich, unter Beibehaltung meiner Absicht in den Klartraum zu gleiten.

Befragt das Höhere Traumbewusstsein, das Höhere Selbst bzw. auch Mal weise wirkende Traumfiguren im Klartraum. Schöpft eure Möglichkeiten aus.

Aber auch wenn ich keinen Klartraum erzielen konnte, die vorherige Hinwendung und Bitte um Hilfe wurden stets von meinem Unterbewusstsein registriert.

Lasst euch überraschen.

Obwohl ihr nicht luzide geworden seid, kann das Unterbewusstsein trotzdem auf eure Anliegen im gewöhnlichen Traum reagiert haben.

Achtet z.B. beim Festhalten des Traums darauf, ob

  • sich spezielle Traumsymbole in den Vordergrund drängen,
  • unerwartet Traumfiguren auftauchen, die eine Antwort auf eure Frage liefern,
  • ihr eine direkte Botschaft erhält in Gestalt eines auffallenden Anrufes / Briefes / Buchtitels usw.

Ich selbst halte diese Einstellung im Leben für besonders hilfreich und weniger Nerven zermürbend:

Ich bin offen und habe Vertrauen, die richtige Antwort zum passenden Augenblick zu erhalten und sie dann auch korrekt deuten zu können.

Einsichtsreiche Träume!

Eure Alex

Inkubation

Quellen: http://thedreamtribe.com/how-to-incubate-a-dream/ [19.06.2016].