Mein erstes, flüchtiges Erhaschen der Luzidität

Photo of golden star with light bulbs on red velvet curtain on stage

Wenn ich meinen allerersten induzierten Klartraum mit einem meiner letzten vergleiche, muss ich schmunzeln, wie »verschwommen« und »unreif« er damals, im Jahre 2014, ausgefallen ist. Zu jener Zeit beschäftigte ich mich bereits detailliert einige Jahre lang mit der Theorie von erweiterten Bewusstseinszuständen. Langsam flutete der Buchmarkt mit »seriöser« Literatur über. Endlich verstand und überwand ich meine einstigen Jugendängste, die mit dem Phänomen »Schlaflähmung«, hypnagogen Halluzinationen und außerkörperlichen Erfahrungen zusammenhingen. Das Klarträumen an sich hat mir nie »Furcht eingeflößt«, ich bemühte mich aber auch nie darum, Luzidität herbeizuführen bzw. einen Traum zu steuern. Das änderte sich, als ich mich mit den Vorteilen des Klarträumens beschäftigte, wie sie von den Profis aufgezeigt werden. Persönlichkeits- und spirituelle Entwicklung – diese Ziele reizen mich heute noch am allermeisten. Doch zu Anfang müsste ich erst einmal einen induzierten Klartraum erlebt haben, ohne auf dessen seltene spontane Gnade warten zu müssen.
Wie habe ich es angestellt? Ich befasste mich eine Zeit lang mit nichts anderem, mein Verstand war mit diesem Thema praktisch »gesättigt«. Und ich muss euch gestehen, dass sich heute wenig daran geändert hat. Ich belegte in jenen Tagen einen Online-Kurs zum Klarträumen bei der Lucid Academy , welcher von Sean Kelly konzipiert wurde.

Diese Weiterbildung kann ich jedem uneingeschränkt empfehlen, der sich mit der Materie noch relativ gering auskennt und »visuell stimuliert« werden möchte. Sean Kelly hat seinen Kurs mit professionell animierten Begleitvideos ausgestattet, die die zugehörige Theorie geschickt vermitteln. Diejenigen, die ihr Englisch noch nicht perfektioniert haben, können die entsprechenden Transkripte mitlesen. Als Einstieg war dieser Kurs damals sehr hilfreich für mich. Heute würde ich das Urteil fällen, dass mir der Austausch mit den Teilnehmern gefehlt hatte. Man darf nicht unterschätzen, wie wichtig es ist, den gesamten Stoff nicht auf einmal nach eigener Zeiteinteilung durcharbeiten zu müssen. Wenn etwas nicht funktioniert, könnte die Motivation schnell verpuffen.
Wenn ihr einen kompakten Vorgeschmack auf Sean Kellys Kurs wünscht, empfehle ich euch sein zugehöriges Werk »How to Master Lucid Dreaming: Your Practical Guide to unleashing the Power of Lucid Dreaming«, das ihr zu einem sehr günstigen Preis im ebook-Format bei Amazon erwerben könnt. Im Kurs werden nur noch Zusatzmaterialien und weiterführende Informationen für Fortgeschrittene zur Vefügung gestellt.
Während der ersten Tage dieses »luziden Trainings« lernte ich die Grundlagen des Testens der Realität »ohne Automatismus«. Unerwartet folgte mein erster Klartraum. Auch heute noch träume ich oft von Elementen aus einem innerlich intenstiv registrierten Filmprogramm am Vorabend. Oder mein Gehirn braut sich seine eigene Version des angeschauten Films zusammen, in der ich eine wichtige Rolle einnehme. Dann tauchen Schauspieler oder Marvel-Superhelden in meinen Träumen auf. Mittlerweile kann ich mir fast sicher sein, dass nach dem Anschauen einer Marvel-Adaption beispielsweise Captain America in meine Träume hereinspaziert. Er gehört inzwischen zu meinen »sichersten« Traumzeichen.
Jedenfalls war damals Gerard Butler aus einer Liebeskomödie dran. Ich erinnere mich heute noch sehr genau daran, dass ich in seiner Gegenwart ständig »Ich träume« gesagt habe, dann aufgewacht und anschließend wieder luzide in den Traum getreten bin. Meine Klarheit schwankte wie verrückt, auch habe ich sie irgendwann aus der Schwärmerei für den attraktiven Schauspieler verloren (Welche Frau würde es mir verübeln? Der Mann sieht ja heute noch zum Anbeißen aus.). Lest euch meinen nächsten Post zu den Abstufungen des Klartraums durch, dann wisst ihr genau, was ich meine. Die meisten Anfänger erleben diese »Unregelmäßigkeit der Klarheit« in ihren trauminduzierten luziden Träumen (DILDs).

Das war der erste Meilenstein in meiner induzierten »luziden Entwicklung«. Erste bewusste Gedanken über die Unechtheit meiner Traum-Realität sowie der darauf folgende Traum-Wiedereintritt.

Mein Traumbewusstsein änderte sich danach in Riesensprüngen: Von dem wankelmütigen Konzentrationsvermögen, den anfänglichen Kontrollschwierigkeiten und sofortigem Aufwachen nach Erkennen der Luzidität bis zur »stabilen Coolness«, sobald ich in einen Klartraum gelangte. Zunächst erfolgten meine Klarträume in zwei- bis vierwöchigen Abständen. Ich ging das »Standardprogramm« eines typischen Anfängers durch, der sich Luzidität aneignen will: Mit Höhen und Tiefen, Zweifeln und Jubeln.

In meinem Blog erläutere ich euch nach und nach alles, was ich nach meinem ersten Klartraum gelernt habe sowie alle Techniken, die bei mir Früchte getragen haben. Mitsamt den Weisheiten, die ich aus meiner eigenen Praxis gezogen habe oder woran ich immer noch arbeite. Man lernt ja bekanntlich nie aus …

Eure Alex (wollte mich Mal unaufdringlich vorstellen)

Bild: © Glebstock / Fotolia.com

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