Achtung: »Falsches« Erwachen!

Tips & Tricks written on a wooden cube in a office desk

Bisher kannte ich das Phänomen des »falschen Erwachens« (false awakening) bloß aus der Literatur. Heute Nacht durfte ich selbst Zeuge davon werden und berichte euch, wie ihr in Zukunft so etwas vermeidet und stattdessen in einem luziden Traum landet.

Die Bezeichnung ist selbsterklärend: Offensichtlich findet ihr euch im Traum wieder, glaubt aber, aufgewacht zu sein.
Doch wie lässt sich diese Feststellung plausibel erklären?
Zu dieser irrtümlichen Erkenntnis gelangt ihr vor allem, wenn der Klartraum im Schlafzimmer startet, während ihr vermeintlich »realitätsnah« im Bett liegt.

Viele meiner luziden Träume starten vom Schlafzimmer aus. Dennoch habe ich bisher alle erfolgreich »entlarven« können.
Aber was ging diesmal »schief«? Die Andersartigkeit bestand darin, dass ich keinen Realitätstest gemacht habe. So einfacher und gleichzeitig gravierender Fehler!

Gewöhnt es euch an (und auch ich sollte es wieder tun!), beim Aufwachen in der Nacht IMMER einen »reality check« durchzuführen. Schaut euch beispielsweise eure Hände an (mein persönlicher Favorit, der sogenannte »palm check«). Ihr kämt aus dem Staunen nicht heraus, wie »deformiert« eure Handflächen aussehen können. Auch die vom Gehirn fälschlich reproduzierte Anzahl der Finger kann euch dazu bewegen zu realisieren: »Das ist ein Traum!«

Was bei mir diesen Realitätstest erschwert hätte, wäre z. B. die Tatsache, dass ich in einem abgedunkelten Zimmer »erwacht« wäre. Wenn ihr eure Hände nicht eindeutig erkennen könnt, ist dieser Versuch logischerweise fehl am Platz. Dennoch habe ich noch einen meiner Lieblings-Realitätstests für euch, der euch in Zukunft trotz schlechter Sicht im Klartraum viel Nutzen bringen könnte: der »thumb check«. Dabei versucht ihr mit dem Zeige- und Mittelfinger eurer rechten Hand die Handfläche der linken Hand »durchzustechen«. Dieser Test war bei mir bereits viele Male erfolgreich, weil ihr (auch ohne hinzusehen) eindeutig spürt, wie eure Finger die Handfläche passieren (wenn ihr euch im Klartraum befindet).

»Luzide Missverständnisse« wie falsche Erwachen sollten euch nicht entmutigen, sondern aufbauen: Der Klartraum war zum Greifen nah. Ähnliche »Flüchtigkeitsfehler« bilden wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Luzidität.

Doch Vorsicht! Das nächste überraschende Klartraum-Erlebnis ist nicht weit …

Bild: © gustavofrazao / Fotolia.com

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