Lucid »Debriefing«

antiker Schreibtisch mit Globus, Notizbuch, Feder und Tintenfass bei Kerzenlicht

Vor allem im Anfangsstadium hilft euch eine Art »Nachbesprechung« zu jedem luziden Traum enorm weiter. Ich selbst habe durch diese Herangehensweise viele meiner »Fehler« erfolgreich entlarven und schließlich beseitigen können. Dazu gehörten besonders die wackelige Stabilität meiner ersten luziden Träume und die mangelnde Erinnerung an meine Ziele aus dem Wachzustand.

Mit Hilfe der folgenden Fragen könnt ihr eure luziden Träume genauer unter die Lupe nehmen (Waggoner und McCready 2016: Kap.2.: Von Klarträumen lernen):
1. Wie wurde ich luzide?
2. Welcher Technik habe ich mich bedient? Welche meiner Vorgehensweisen vom Vortag haben womöglich einen luziden Traum begünstigt?
3. Was klappte mühelos?
4. Was überraschte mich?
5. Wie habe ich auf ungewöhnliche Begebenheiten reagiert?
6. Alternative Reaktionen, die möglich gewesen wären?
7. Auf welche Weise endete mein Klartraum?
8. Wie hätte mein Klartraum länger andauern können?

Dazu eine Auseinandersetzung mit einem meiner »ungeschickteren« Klarträume:
10. LD, 03.06.2015
Level: schwankend zwischen semi-lucid und fully lucid.
1. Durch das Betrachten eines Sternbilds – pinke Giraffe
2. Ich las das aktuelle LDE Heft, machte dabei Notizen zu Kreativitätstechniken. Übte RCs mit neuer Einstellung.
3. Ich bewahrte Ruhe und überzeugte mich mit noch einem RC (palm check), dass ich immer noch träume.
4. Ich konnte den Traum nicht kontrollieren. Mein Ziel schlug fehl.
5. Ich führte einen Realitätstest durch.
6. Ich hätte das Ergebnis meines ausgesprochenen Ziels voller Vertrauen erwarten sollen.
7. Ich wachte auf (Wecker).
8. Interessant wäre der Versuch gewesen in den Traum hinaus zu rufen: Mehr luzides Bewusstsein! (MEME) Der Wecker hätte mich dennoch in jedem Fall aufgeweckt …

Durch die regelmäßige Durcharbeitung dieser »Lernfragen« bekommt ihr einen Überblick, welche Techniken und Griffe bei euch bereits Früchte getragen haben und welche Lektionen ihr noch zu bewältigen habt. Bei jedem bemerkten »Lernschritt« habe ich beispielsweise in entsprechender Literatur nachgeschlagen bzw. in Internetforen zu Klarträumen geforscht. Entdeckte Verbesserungsvorschläge für meine »Zwicklagen« im Klartraum notierte ich in meinem »debriefing« und studierte sie mehrfach vor dem nächsten luziden Traum, damit sie mir im Gedächtnis blieben. Wenn ich mich darauf hin in ähnlicher Lage befand, habe ich meine gelernten Taktiken in die Tat umgesetzt und überprüft, inwiefern sie mein Problem im Klartraum lösen konnten.

Mit einem Fragenpool wie diesem erschafft ihr eine nahezu ideale Basis um in euren luziden Träumen Fortschritte zu erzielen!

Quellen: Bild: © Visions-AD / Fotolia.com
Waggoner,  Robert und Caroline McCready (2016): Klarträume – Wege ins Unterbewusstsein: So aktivieren Sie Ihr verborgenes Potenzial im Schlaf, [Kindle Edition], München: Wilhelm Heyne Verlag, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

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