»Echtes« oder digitales Traumtagebuch?

Close up of hand holding tablet with cloud network technology

Wenn ihr euch vorgenommen habt, ein Traumtagebuch anzulegen, aber unschlüssig seid, ob ihr eine »klassische« oder elektronische Variante nutzt, helfen euch vielleicht die folgenden Pro- und Kontra-Argumente der jeweiligen Versionen.

Zu den Vorteilen eines »echten« Traumtagebuchs zählen:

  • ihr könnt Einträge parallel notieren,
  • ihr könnt eurer Kreativität freien Lauf lassen, z. B. eure Träume mit Bildern oder Zeichnungen ausstatten,
  • eine prägnante Positionierung für eure aktuellen (luziden) Traumziele festlegen,
  • Vergleiche ziehen, ob eine »Trauminkubation« (dazu in einem späteren Beitrag mehr) funktioniert hat.

Die Nachteile könnten sein:

  • das Festhalten von Träumen kann umständlich und laut werden, wenn ihr mit Familienmitgliedern / einem Partner das Zimmer teilt oder in einer WG wohnt (Anknipsen einer Taschenlampe oder eines Nachttischlichts, Rascheln mit den Tagebuchseiten, Kugelschreiber suchen … und das im halb schläfrigen Zustand!),
  • erfordert Disziplin und Ordnung (das Zubehör ständig griffbereit haben, sonst entfällt euch der Traum, bis ihr alles beisammen habt)

Wie sieht es mit einer digitalen Ausgabe eures Vorhabens aus?
Ich stelle euch im weiteren Verlauf die Vorzüge einiger Apps vor, die ihr, wie ich, diskret und kaum störend in euren Alltag integrieren könnt. Und wenn ihr sowieso eure Smartphones oder Laptops/Tablets etc. immer griffbereit habt, fällt es euch um so leichter, regelmäßig ein Traumtagebuch zu pflegen. Die Wichtigkeit dieser Praxis habe ich in dem Einstiegsbeitrag zu dieser Serie betont. Wenn er euch entfallen ist oder ihr ihn noch gar nicht kennt, könnt ihr ihn hier noch mal nachlesen.

Da ich das Android-Betriebssystem auf meinem Handy habe, gebe ich Tipps für zugehörige Apps. Aber die von mir genannten letzten beiden Anwendungen entwickelten auch eine Version für iOS bzw. lassen sich grundsätzlich im Webbrowser nutzen.

Ein kleiner Bonus für Interessierte: Dieser Beitragslink von der luziden Träumerin und Ausbilderin Rebecca Turner beschäftigt sich mit noch mehr Anwendungen und stellt auch die mit iOS kompatiblen Alternativen vor.

Was meine eigenen Gepflogenheiten anbetrifft, ist »Lucidity« inzwischen zu meiner Lieblingsapp geworden.

Die Pluspunkte dieser Anwendung lauten:

  • Schnelles Notieren eines Traums möglich (Offline-Funktion),
  • Sprachaufnahme vorhanden, falls ihr Träume nicht aufschreiben, sondern diktieren wollt,
  • Verwendung von personalisierten Tags/Etiketten, wie eure Traumkategorien und -zeichen, Grad der Luzidität (dazu folgt später ein gesonderter Beitrag),
  • Hilfe bei der Auswertung der häufigsten Traumzeichen,
  • grafische Übersicht / Statistiken über eure Traumgewohnheiten,
  • auf Wunsch Erinnerungen an Realitätstests, Verfassen von Einträgen oder deren Lesen am Abend.

Wenn ihr für eine noch ausführlichere Analyse eures Traumverhaltens offen seid, empfehle ich euch die gleichzeitige Verwendung von Dreamboard (englisch) in der Web- oder mobilen Version (leider nicht offline).

Damit könnt ihr zusätzlich eine genauere Analyse über eure:
– Gegenstände,
– Orte,
– Farben,
– Personen,
– Emotionen (erweiterbar/anpassbar),
– Traumtyp (luzide, wiederkehrend, Alptraum),
– Stimmung (neutral, angenehm, unangenehm),
– eigene Rolle
im Traum erhalten. Was sehr aufschlussreich sein kann!

Und wenn euch immer noch Zeit für Traumarbeit und entsprechende Neugier bleibt, könnt ihr in dem  eingebauten, detaillierten Traumsymbol-Wörterbuch der Anwendung DreamsCloud (in englischer Sprache) stöbern. Wobei jegliche Deutungsversuche mit Vorsicht zu genießen sind. Eine Tomate kann für verschiedene Träumer etwas komplett anderes bedeuten. Verlasst euch in erster Linie auf eure zuverlässigere Intuition!

Experimentiert und entdeckt das beste Traumtagebuch-System für euch!

Bild: © ra2 studio / Fotolia.com

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