Ergebnisse zum 1. Experiment: Traumfiguren

stickman talking conversation

Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass Traumfiguren zu sehr spannenden Bestandteilen eines luziden Traums zählen.

Aus Fehlern lernt man bekanntlich und mir erging es nicht anders. In einem meiner ersten und längeren Klarträume konfrontierte ich eine friedlich gestimmte Traumfigur damit, dass sie »nur eine Projektion meiner selbst« sei und »ich sie erschaffen habe«. Ich erntete Schweigen mit grimmigen Blicken. Damals war ich so sehr von der unglaublich gefühlten und erlebten Echtheit meiner Traumwelt überrascht, dass mir die Regeln der gewöhnlichen Etikette entfallen sind.

Daher mein wichtigster Tipp an euch:

Was die Traumfiguren auch sind oder sein können, ob Aspekte eurer Psyche, Doppelgänger aus der Realität oder Traumsymbole – behandelt sie von Anfang an mit Respekt.

Denn auch diese rätselhaften Wesen verfügen über ein (variierendes) Traumbewusstsein und können euch durchaus weitreichende Antworten liefern – wenn ihr sie nur lasst.

Ich wünschte, ich hätte damals das Buch von Robert Waggoner (Literaturangabe s. unten) in die Finger bekommen und studiert. Diesem Thema hat er nämlich ein ganzes Kapitel gewidmet. Ich gebe euch im Folgenden die hilfreichsten Ratschläge oder Ideen daraus, damit ihr, im Gegensatz zu mir, gleich zu Beginn bestens in Bezug auf die Kommunikation mit Traumfiguren gerüstet seid.

Welche Wahlmöglichkeiten eröffnen sich euch also, wenn ihr einer Traumfigur begegnet (Waggoner und McCready 2016: Kap.7)?

  • einfach ignorieren (Taten oder Blicke sagen mehr als Worte – d. h. ich merkte bald, dass manche Traumfiguren überhaupt nicht auf irgendwelche Gespräche aus waren)
  • Unterhaltungen aufgeschlossen begegnen, auf Traumfiguren mit Bedacht reagieren, sie nicht beleidigen usw. (Ups!)
  • Rücksicht darauf nehmen, dass sie ein voneinander abweichendes Bewusstseinsgrad aufweisen können. (Ich selbst erhielt Antworten unterschiedlichster Qualität – von dummen Lebensweisheiten bis unverständlichen Satzfetzen, auch musste ich mal ein endlos klingendes Geschwafel einer Traumfigur unterbrechen und schnellstens weiterziehen …)
  • sinnvolle Fragen stellen, wie »Was stellst du dar?« oder »Was bedeutet Traumsymbol x?«
  • sie zur Abwechslung ein Gedicht reimen oder Rechenaufgaben lösen lassen
  • sie in gemeinsame Aktionen verwickeln wie Fliegen oder Problemlösung aus dem Wachzustand

Habt ihr schon mal luzide Alpträume gehabt?

Schon eine schlicht formulierte Frage wie »Warum bist du hier?« kann euch die Angst vor einer bedrohlich wirkenden Traumfigur nehmen.

Eines ist mir noch besonders aufgefallen und aus diesem Grund noch ein abschließender Tipp an euch:

Stellt nicht unbedingt irgendwelche »großen« Lebensfragen an die Traumfiguren. Oft packen sie das geistig nicht oder geben unzureichende Antworten. Richtet Fragen zur Spiritualität, über den Sinn des Lebens, die Zukunft etc. lieber stattdessen an das »Höhere Traumbewusstsein«.

Oder befragt euren persönlichen Traumführer. Aber das ist eine ganz andere Geschichte …

Quellen: Bild: © Matthias Enter / Fotolia.com
Waggoner, Robert und Caroline McCready (2016): Klarträume – Wege ins Unterbewusstsein: So aktivieren Sie Ihr verborgenes Potenzial im Schlaf, [Kindle Edition], München: Wilhelm Heyne Verlag, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

 

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