Ordnung in die Traumwelt bringen

 

Isolated Tornado

Einer der spannenden Aspekte bei der Führung eines Traumtagebuchs ist die kontinuierliche Analyse der eigenen Traumlandschaft. Wenn ihr ein physisches oder elektronisches Tagebuch eine Weile fleißig mit Einträgen füllt, werden typische Traumzeichen ersichtlich. Bei mir hat sich deren Einteilung nach dem System von einem der Klartraumforschungspioniere, Stephen LaBerge, als besonders einsichtsreich erwiesen. Er schlägt die Sortierung der Traumsymbole und -tätigkeiten in folgende Kategorien vor (LaBerge 2014: Kap.2: Eine Liste an Traumzeichen):

  • Inneres Bewusstsein = Traumzeichen, die eine ungewöhnlich (intensive) Gefühls- oder Gedankenwelt widerspiegeln (von Liebe bis Ärger / Wut)
  • Handlung = das Verhalten der Figuren und aller anderen Organismen bzw. Gegenstände fällt aus dem Rahmen (in einem meiner luziden Träume sah ich z. B. einen Dinosaurier an mir vorbeilaufen)
  • Form = kann eigenes Aussehen oder das einer Traumfigur, die Beschaffenheit der Objekte bzw. Schauplätze betreffen (auf dem Weg zur Luzidität steigerte sich meine Beobachtungsfähigkeit und ich bemerkte beispielsweise, dass ich eine grüne (!) Haarfrisur im Traum trug)
  • Kontext = Ort oder Traumsituation erscheinen seltsam, Vergangenheit- oder Zukunftsträume, unrealistische Rollen werden eingenommen (ehemalige Schulkameraden / Arbeitskollegen / Kommilitonen und die passenden Schauplätze dazu)

Zusätzlich gliedere ich meine Traumzeichen wie der Traumforscher, Daniel Love, in persönlich gefärbte Kategorien (Love 2013: Kap.4: Dream Signs: Getting Started), beispielsweise:

  • Starke Emotion (ich wundere mich sehr oft im Traum oder bin überrascht)
  • Ding der Unmöglichkeit (vom Treffen eines Schauspielers nach dem Fernsehprogramm am Abend bis Tornados , die ich vom Fenster aus beobachte)
  • Lernen (Schule, Universität, Prüfungen und Ähnliches)
  • Fliegerei (Fliegen an sich; mein früherer Arbeitsplatz und alles was damit zusammenhängt)

Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Legt die Kategorien zuerst möglichst grob fest und konkretisiert diese, sobald außergewöhnlich häufig auftretende Traumzeichen in Erscheinung treten. Ihr könnt sogar eine Liste mit den persönlichen »top ten« eurer Traumzeichen anlegen!

Mit diesen Vorgehensweisen schafft ihr eine solide Basis für eure künftigen Realitätstests im Wachzustand, die euch effektiv zur Luzidität verhelfen können.

 

Quellen: Bild: © Lonely / Fotolia.com
LaBerge, Stephen (2014): Träume, was du träumen willst: Die Kunst des luziden Träumens, [Kindle Edition], München: Münchner Verlagsgruppe GmbH, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Love, Daniel (2013): Are you Dreaming?: Exploring Lucid Dreams: A Comprehensive Guide, [Kindle Edition], Enchanted Loom Publishing, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

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