Das »Klartraum-Paket« von Simon Rausch

Oneironaut

Ich lese gerne und viel über Luzidität. Kürzlich habe ich einen deutschsprachigen (!) Klarträumer, Simon Rausch, entdeckt, dessen über Amazon beziehbaren Werke (s. Foto und Quellen unten) ich akribisch inspizierte.
Beim Autor selbst handelt es sich um einen engagierten Klarträumer: Simon Rausch leitet Seminare oder gibt Vorträge zu luziden Träumen, führt einen ansprechenden Blog mit regelmäßigen Updates und etablierte ein umfangreiches Forum. Zudem ist er frischer Begründer der sogenannten School of Oneironautics, einer Klartraum-Lehrstätte. Ich persönlich bin sehr gespannt, wie sich das Angebot dieser »Schule« entwickeln wird. Denn ich belegte bereits einige Kurse zum Klarträumen und meine Ansprüche sind nach den Kursen von Rebecca Turners Lucid Dreaming Fast Track und Sean Kellys Lucid Dreaming Mastery entsprechend gewachsen.

Zum Traumtagebuch:

Hat mir so gut gefallen, dass ich es in Zukunft für meine »luziden Highlights« in Anspruch nehmen werde.
Praktisch angelegt sind meiner Meinung nach die vorgefertigten Seiten zum Festhalten von (luziden) Träumen. Neben ankreuzbaren Techniken / Traumarten könnt ihr separat die Dauer / Kontrolle und Klarheit über euren Klartraum einschätzen. Vielschreiber werden über die Menge an vorhandenem Platz erfreut sein, der auch für Zeichnungen verwendet werden kann. Ihr habt die Möglichkeit, die Personen / Orte / Gefühle und Ereignisse aus dem Wachleben hervorzuheben sowie ein Inhaltsverzeichnis anzulegen.
Ich habe das Traumtagebuch durch meine »Debriefing«-Fragen ergänzt und Extrafelder für meine häufigsten Traumzeichen sowie Ziele geschaffen.

Wenn ihr ein sinnvoll angelegtes physisches Traumtagebuch führen wollt bzw. sucht, ist dieses Exemplar definitiv zu empfehlen.

Zum Praxishandbuch:

Sofort habe ich den gelungenen Ausdruck für einen nicht-luziden Traum bemerkt: »Trübtraum« als Kontrast zum »Klartraum«.
Dieses Werk ist nicht nur für Anfänger durch dessen sprachliche Klarheit geeignet. Ihr findet hier keine unnötigen Abschweifungen, alle Standard-Techniken und das A und O für die Traum-Kontrolle. Ein ganzes Kapitel ist einer meiner Lieblingstechniken, dem »WILDing« gewidmet. Auch Phänomene wie »Hypnagogia« (Formen und Bilder beim Hinabgleiten in den Schlaf) oder »VOID« (erlebte ich als eine Art geheimnisvollen »grauen Nebel«, der als Brücke in den nächsten Traum verwendet werden kann) kommen zum Ausdruck.
Trotz Belesenheit auf diesem Gebiet habe ich auch Neues für mich entdeckt: das Führen einer ausführlicheren Traumstatistik, hilfreiche Visualisierungen für das »Zählen in den Schlaf« und kreative Technik-Tipps für die Stabilität sowie für das »Laufen durch Wände« im Traum.
Gewünscht hätte ich mir höchstens mehr eingebaute Beispiele bzw. Berichte aus der Klartraumerfahrung des Autors oder ein zusätzliches Kapitel zur Motivation für angehende Klarträumer. Interessant fand ich die Vorschläge zum Aufbauen von »Traumfreundschaften«.

Auch hier: Daumen hoch!

Insgesamt wunderte ich mich darüber (eines meiner dream signs), dass mir Simon Rauschs Anwesenheit auf der Klartraum-Öffentlichkeitsbühne, sowohl online als auch in den Medien, schon seit einigen Jahren entgangen ist.

Diese Erkenntnis überprüfte ich sogleich mit meinem Standard-Realitätstest …

Quellen: 
Rausch, Simon: Oneirodiarium: Das Traumtagebuch für Klarträumer; Oneironaut: Das Klartraum-Praxishandbuch.

Achtung: »Falsches« Erwachen!

Tips & Tricks written on a wooden cube in a office desk

Bisher kannte ich das Phänomen des »falschen Erwachens« (false awakening) bloß aus der Literatur. Heute Nacht durfte ich selbst Zeuge davon werden und berichte euch, wie ihr in Zukunft so etwas vermeidet und stattdessen in einem luziden Traum landet.

Die Bezeichnung ist selbsterklärend: Offensichtlich findet ihr euch im Traum wieder, glaubt aber, aufgewacht zu sein.
Doch wie lässt sich diese Feststellung plausibel erklären?
Zu dieser irrtümlichen Erkenntnis gelangt ihr vor allem, wenn der Klartraum im Schlafzimmer startet, während ihr vermeintlich »realitätsnah« im Bett liegt.

Viele meiner luziden Träume starten vom Schlafzimmer aus. Dennoch habe ich bisher alle erfolgreich »entlarven« können.
Aber was ging diesmal »schief«? Die Andersartigkeit bestand darin, dass ich keinen Realitätstest gemacht habe. So einfacher und gleichzeitig gravierender Fehler!

Gewöhnt es euch an (und auch ich sollte es wieder tun!), beim Aufwachen in der Nacht IMMER einen »reality check« durchzuführen. Schaut euch beispielsweise eure Hände an (mein persönlicher Favorit, der sogenannte »palm check«). Ihr kämt aus dem Staunen nicht heraus, wie »deformiert« eure Handflächen aussehen können. Auch die vom Gehirn fälschlich reproduzierte Anzahl der Finger kann euch dazu bewegen zu realisieren: »Das ist ein Traum!«

Was bei mir diesen Realitätstest erschwert hätte, wäre z. B. die Tatsache, dass ich in einem abgedunkelten Zimmer »erwacht« wäre. Wenn ihr eure Hände nicht eindeutig erkennen könnt, ist dieser Versuch logischerweise fehl am Platz. Dennoch habe ich noch einen meiner Lieblings-Realitätstests für euch, der euch in Zukunft trotz schlechter Sicht im Klartraum viel Nutzen bringen könnte: der »thumb check«. Dabei versucht ihr mit dem Zeige- und Mittelfinger eurer rechten Hand die Handfläche der linken Hand »durchzustechen«. Dieser Test war bei mir bereits viele Male erfolgreich, weil ihr (auch ohne hinzusehen) eindeutig spürt, wie eure Finger die Handfläche passieren (wenn ihr euch im Klartraum befindet).

»Luzide Missverständnisse« wie falsche Erwachen sollten euch nicht entmutigen, sondern aufbauen: Der Klartraum war zum Greifen nah. Ähnliche »Flüchtigkeitsfehler« bilden wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Luzidität.

Doch Vorsicht! Das nächste überraschende Klartraum-Erlebnis ist nicht weit …

Bild: © gustavofrazao / Fotolia.com

Lucid »Debriefing«

antiker Schreibtisch mit Globus, Notizbuch, Feder und Tintenfass bei Kerzenlicht

Vor allem im Anfangsstadium hilft euch eine Art »Nachbesprechung« zu jedem luziden Traum enorm weiter. Ich selbst habe durch diese Herangehensweise viele meiner »Fehler« erfolgreich entlarven und schließlich beseitigen können. Dazu gehörten besonders die wackelige Stabilität meiner ersten luziden Träume und die mangelnde Erinnerung an meine Ziele aus dem Wachzustand.

Mit Hilfe der folgenden Fragen könnt ihr eure luziden Träume genauer unter die Lupe nehmen (Waggoner und McCready 2016: Kap.2.: Von Klarträumen lernen):
1. Wie wurde ich luzide?
2. Welcher Technik habe ich mich bedient? Welche meiner Vorgehensweisen vom Vortag haben womöglich einen luziden Traum begünstigt?
3. Was klappte mühelos?
4. Was überraschte mich?
5. Wie habe ich auf ungewöhnliche Begebenheiten reagiert?
6. Alternative Reaktionen, die möglich gewesen wären?
7. Auf welche Weise endete mein Klartraum?
8. Wie hätte mein Klartraum länger andauern können?

Dazu eine Auseinandersetzung mit einem meiner »ungeschickteren« Klarträume:
10. LD, 03.06.2015
Level: schwankend zwischen semi-lucid und fully lucid.
1. Durch das Betrachten eines Sternbilds – pinke Giraffe
2. Ich las das aktuelle LDE Heft, machte dabei Notizen zu Kreativitätstechniken. Übte RCs mit neuer Einstellung.
3. Ich bewahrte Ruhe und überzeugte mich mit noch einem RC (palm check), dass ich immer noch träume.
4. Ich konnte den Traum nicht kontrollieren. Mein Ziel schlug fehl.
5. Ich führte einen Realitätstest durch.
6. Ich hätte das Ergebnis meines ausgesprochenen Ziels voller Vertrauen erwarten sollen.
7. Ich wachte auf (Wecker).
8. Interessant wäre der Versuch gewesen in den Traum hinaus zu rufen: Mehr luzides Bewusstsein! (MEME) Der Wecker hätte mich dennoch in jedem Fall aufgeweckt …

Durch die regelmäßige Durcharbeitung dieser »Lernfragen« bekommt ihr einen Überblick, welche Techniken und Griffe bei euch bereits Früchte getragen haben und welche Lektionen ihr noch zu bewältigen habt. Bei jedem bemerkten »Lernschritt« habe ich beispielsweise in entsprechender Literatur nachgeschlagen bzw. in Internetforen zu Klarträumen geforscht. Entdeckte Verbesserungsvorschläge für meine »Zwicklagen« im Klartraum notierte ich in meinem »debriefing« und studierte sie mehrfach vor dem nächsten luziden Traum, damit sie mir im Gedächtnis blieben. Wenn ich mich darauf hin in ähnlicher Lage befand, habe ich meine gelernten Taktiken in die Tat umgesetzt und überprüft, inwiefern sie mein Problem im Klartraum lösen konnten.

Mit einem Fragenpool wie diesem erschafft ihr eine nahezu ideale Basis um in euren luziden Träumen Fortschritte zu erzielen!

Quellen: Bild: © Visions-AD / Fotolia.com
Waggoner,  Robert und Caroline McCready (2016): Klarträume – Wege ins Unterbewusstsein: So aktivieren Sie Ihr verborgenes Potenzial im Schlaf, [Kindle Edition], München: Wilhelm Heyne Verlag, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Häufigkeit und Inhalt von Klarträumen

Kopf, Antworten, Wissen II

Basierend auf aktuellen und vergangenen Studienvergleichen in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sowie unter Berücksichtigung des Geschlechts der Befragten fand der Traumforscher Kelly Bulkeley u.a. heraus, dass …

  • mindestens 50% der Befragten bereits einen Klartraum erlebte,
  • der Schwerpunkt im Klartraum auf Bewusstheit (statt auf Ausübung der Kontrolle) lag,
  • jüngere im Vergleich zu älteren Menschen eher zu luziden Träumen tendieren,
  • Frauen häufiger als Männer klarträumen,
  • Klarträume sich bezüglich des Inhalts wenig von »gewöhnlichen« Träumen unterscheiden,
  • Klarträume oft mit Stichpunkten wie »Bewusstsein« und »Anstrengung« (z.B. Konzentration und Beherrschung), »Fliegen« sowie »Fantasie-Geschöpfe« zusammenhängen und
  • sich weniger mit Themen wie Kultur, Familie, Farben, Tieren (als Figuren) und Naturphänomenen beschäftigen.
    (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Diese Schlussfolgerungen verdeutlichen, dass Luzidität in Träumen für die Allgemeinheit durchaus kein Fremdbegriff darstellt.

Bild: © Rudie / Fotolia.com
Bulkeley, Kelly (2014): Lucid dreaming by the numbers, in: Hurd, Ryan und Kelly Bulkeley (Hrsg.): Lucid Dreaming: New Perspectives on Consciousness in Sleep (Practical and Applied Psychology), Praeger.

3. Experiment: Das »Höhere Traumbewusstsein«

Kompass zeigt auf das Wort Ziel

Dieses Thema ist so komplex, dass ich mir und euch 4 Wochen Zeit für die Auswertung gebe.

Vielleicht ist es euch bereits aufgefallen, dass ihr im luziden Traum trotz einem gewissen Anteil an Kontrolle einer unbestimmten Macht unterliegt. Ihr erschafft nicht den GESAMTEN Trauminhalt, Anhaltspunkte geben euch beispielsweise unerwartete Landschaften oder eigenwillige Traumfiguren. In diesem Zusammenhang spricht der Klartraum-Experte Robert Waggoner in seinem ersten Buch zum luziden Träumen von der Interaktion mit den »unbewussten« Aspekten seiner Selbst. Er stellt eine inzwischen fast legendäre, treffende Metapher für diese Tatsache auf, indem er erkennt, dass »der Matrose (=Träumende) das Meer (= Traum) nicht beherrscht« (Waggoner 2009: Kap.5).
Im Gegensatz zu Traumfiguren, deren Wissen wie auch die Kapazitäten des Träumenden relativ begrenzt sind, verfügt diese unabhängige, unerschöpfliche Quelle über verborgenes Wissen, das euch nicht vorenthalten wird. Wenn ihr selbst danach sucht. Im Klartraum besteht die »Magie« unter anderem darin, dass ihr eure Wünsche präzise formuliert. Eine ungeschickte Aufforderung an den Traum und ihr kommt nicht weiter. Ich habe selbst einige solche frustrierenden Momente der Hilflosigkeit erlebt und darauf anstatt meines primären Ziels Alternativen verfolgen müssen.
Es gibt einen sehr banalen Trick, sich an dieses »höhere Traumbewusstsein« zu wenden: Die Absicht laut aussprechen bzw. in Richtung Traumhimmel- oder -Horizont rufen. In der Literatur betont man in diesem Rahmen die Verwendung einer »unbegrenzten«, »ergebnisoffenen« Intention (Waggoner und McCready 2016: Kap. 8).

Diese Fragen könnt ihr beispielsweise als Einstieg an das höhere Traumbewusstsein richten:

  • Zeig mir etwas Wichtiges!
  • Wie sieht meine Zukunft in x Jahren aus?
  • Was ist der Sinn des Lebens?

Lasst euch vom Resultat eurer Anfrage überraschen!
Klare Träume!

Bild: © Robert Kneschke / Fotolia.com ;
Waggoner, Robert (2009): Lucid Dreaming: Gateway to the Inner Self, [Kindle Edition], Needham, MA: Moment Point Press, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Waggoner, Robert und Caroline McCready (2016): Klarträume – Wege ins Unterbewusstsein: So aktivieren Sie Ihr verborgenes Potenzial im Schlaf, [Kindle Edition], München: Wilhelm Heyne Verlag, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Fliegen wie Superman (Ergebnisse zum zweiten Experiment)

girl plays superhero

Wie ihr in meinem letzten Beitrag nachlesen konntet, stellten sich mich große Zweifel, als ich im Klartraum levitieren wollte. Meine Verkündung, dass ich Superman sei, war von inneren Zweifeln geprägt. Daher schoss ich auch nicht wie der allbekannte Held in die Lüfte. Diese Begebenheit illustriert die wichtigste Regel im Klartraum – alle Erwartungshaltungen, die der Träumende unterbewusst pflegt, kommen zum Vorschein. Ich hätte meine inneren Ängste wandeln sollen, bevor ich einen Flugversuch startete.

Die Klartraum-Experten Robert Waggoner und Daniel Love empfehlen in Bezug auf das Fliegen im Traum:

  • die Meinung zu vertreten, dass die Schwerkraft im Klartraum nicht existiert,
  • die »Absichtskonzentration« anzuwenden: Den Zielort mit den Augen und in Gedanken anvisieren, ihn in der Vorstellung zu berühren, loszulassen und sich schließlich dort hinzuwünschen (Waggoner und McCready 2016: Kap.5),
  • einem Gegenstand (wie Teppich / Regenschirm / Auto etc.) die Fähigkeit einhauchen, den Träumenden in die Lüfte zu heben und transportieren zu können,
  • sich durch die Luft »zu schwimmen« (Love 2013: Kap.7: Flying).

Meine erste »Flugerfahrung« enttäuschte mich, weil meine »nicht-luziden« Träume oft von gegensätzlichen Geschehnissen geprägt waren. Doch ich gab nicht auf – durch eine hervorragende Idee aus meinem Umfeld »zauberte« ich mir in einem der nächsten Klarträume den Flughelden persönlich herbei und bat ihn um eine »Flugstunde«. Nur zog er mich dann so rasant durch die Lüfte, dass ich mir wie in einem umgekehrten Fallschirmsprung vorkam! Und diese Erfahrung mit dem stürmischen Wind und flauen Magen hat sich so real angefühlt, dass ich mich im Nachhinein immer wieder über die täuschende Echtheit von Klarträumen wundern muss…

Ich habe in dieser Hinsicht noch einiges zu lernen. Seid ihr der geborene Flieger im Klartraum? Es soll eine der befreiendsten Erfahrungen sein!

Bild: © Konstantin Yuganov / Fotolia.com
Love, Daniel (2013): Are you Dreaming?: Exploring Lucid Dreams: A Comprehensive Guide, [Kindle Edition], Enchanted Loom Publishing, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Waggoner, Robert und Caroline McCready (2016): Klarträume – Wege ins Unterbewusstsein: So aktivieren Sie Ihr verborgenes Potenzial im Schlaf, [Kindle Edition], München: Wilhelm Heyne Verlag, verfügbar über Amazon.de [zuletzt abgerufen am 22.05.2016].

Zusammenfassung: ein umfassender Traumtagebuch-Eintrag

 

Reading under the blanket

Als Abschluss meiner Traumtagebuch-Serie ein Beispiel von mir, wie ein »ausführlicherer« Eintrag aussehen könnte. Es handelt sich dabei um einen leicht adaptierten Export aus der app »Lucidity«.

Erläuterungen:

  • <> = mein Symbol für einen Klarheitstraum (dadurch leichter in der Traumübersicht auffindbar)
  • # = tag (Etikette), z.B. für Luziditätsstufe, Traumkategorien (TK) oder Traumzeichen
  • IA (inner awareness), F (form), C (context), A (action) = englische Abkürzungen für Traumzeichen nach LaBerge
  • RC = Realitätstest (reality check)
  • Ergänzungen zur Gestaltung: Wählt einen möglichst treffenden und einprägsamen Titel für euren Traum.
  • Verfasst eure Einträge am besten erlebnisnah – in der Gegenwartsform.
  • Sind eure Erlebnisse etc. aus dem Wachzustand in den Traum übergegangen? Ich kennzeichne solche Träume mit dem tag „Realitätsbezug“ und halte ggf. Notizen dazu fest.
  • Zusätzlich zur Angabe der angewandten Technik gebe ich ggf. nachträglich Details zur Folgenummer des aktuellen luziden Traums und vermerke, wann der letzte Klartraum stattfand.
  • Allgemeine Empfehlungen: Traumthemen benennen, wie Orte, Charaktere, Empfindungen, Klänge und charakteristische Gegenstände; skizzieren, wie man luzide wurde

— <> Erster Flugversuch —
( #Realitätsbezug, #Favorit, #fully lucid,#Vivid, #TK Fliegerei, #Family, #OBE-Symptome, #TK Ding der Unmöglichkeit)
Technik: SSILD

Stehe plötzlich im eigenen Schlafzimmer und frage mich, ob das jetzt ein Traum ist oder doch Realität. Schaue mehrmals auf meine Hände, die es bestätigen (IA, F = RC)
Mein Kind rennt mir hinterher. Ich
streichle dessen Kopf und trinke ein Glas mit kühlem Wasser auf dem Tisch in der Essecke aus. Die Erfahrung fühlt sich so real an, dass ich verwundert noch einen RC mache. Palm Check funktioniert. Ich gehe darauf auf den Balkon und erinnere mich an mein Ziel vom Fliegen, traue mich aber nicht vom Balkon zu springen. Was ist, wenn das doch kein Traum ist? Sehe wie mein Mann unten ins Treppenhaus geht und gehe ihm schnell entgegen. Was ist, wenn er mich gerade sucht?
Unten treffe ich mehrere Jugendliche und ein Missverständnis entsteht. Ich frage, warum seid ihr hier? Das Mädchen schaut mich unfreundlich an und einer der anderen sagt, wir wollen einziehen! Aber nicht zu uns, wie ich herausfinde.
Begebe mich nach draußen. Laufe einer gepflasterten Straße entlang. Rufe laut eine Marvel-Komik-Figur herbei, die dann tatsächlich aus der Ecke kommt und an mir vorbei spaziert. Aber auch wenn sie sich kurz nach mir umschaut, gehe ich ihr nicht nach. Ich fühle mich bestätigt und starte einen vorgenommenen Flugversuch. Aber die Verkündung “Ich bin Superman!“ bringt mich nur ein Paar cm vom Boden (A), immerhin fliege ich schon flach. Beim zweiten Versuch fliege ich etwas höher, ca. 1 m und schließlich einem wunderschönen Strand entgegen. Freue mich über die tollen Farben, die sich vor mir erstrecken. In der Nähe eines Abhangs sehe ich unten einen alten Mann mit einem Kind samt Hund spazieren. Ich nehme mir vor, sie zu fragen, warum sie hier sind. Aber die Traumzeit ist ausgeschöpft und ich wache auf.

Ich wünsche euch interessante Einsichten in eure (Klar-) Träume!

 

Bild: © Photographee.eu / Fotolia.com